Auch bei der Firma Schmaus in Hartmannsdorf, die am Donnerstag auf der Ausbildungsmesse zu finden war, werden seit Jahren Lehrlinge ausgebildet. Zu den Azubis gehören derzeit Thomas Schneider, Wilhelm Litau und Katharina Heyner (v. l.). Von Ausbilder André Touschil (zweiter von links) bekommen sie im Kleinteilelager viele Tipps.
Foto: Andreas Seidel
21 Firmen bei erster Ausbildungsmesse
Schüler informieren sich in Hartmannsdorf über Berufschancen - Bürgermeister zeigt sich mit Resonanz zufrieden
Hartmannsdorf. Hartmannsdorf. Christian Polster von der Mittelschule Penig hat sich gerade ein Prospekt vom VW Bildungsinstitut geholt und studiert es eifrig. Der Neuntklässler gehört zu den Schülern, die am Donnerstagnachmittag die erste Ausbildungsmesse im Bürgersaal Hartmannsdorf besuchten. Initiatoren sind die Gemeinde und der Verein Interessengemeinschaft der Hartmannsdorfer Gewerbetreibenden. Ihr Anliegen: Sie möchten den Schülern und Studenten berufliche Perspektiven aufzeigen und mit den Unternehmen den Fachkräftenachwuchs in der Region sichern. Und so ist es zur Messe auch oft zum ersten Dialog zwischen Schülern und den 21 Unternehmen gekommen.
Auch Christian Polster hat sich am VW Bildungsinstitut erstmals über den Beruf des Mechatronikers informiert. "Ich wollte vor allem wissen, wie lange eine Ausbildung dauert und wo ich mich bewerben kann", sagt der Mittelschüler. Bei Ausbildungsmessen in der Region sei er schon Stammgast. Kürzlich war er in Limbach-Oberfrohna.
Großer Andrang herrscht am Stand des Diakoniekrankenhauses Hartmannsdorf. Vor allem Mädchen sind zu finden. "Ich interessiere mich für den Beruf der Krankenschwester", verrät Tina Vogt, ebenfalls aus Penig. Die Achtklässlerin möchte demnächst ein Praktikum im Krankenhaus absolvieren. "Wir bilden derzeit Gesundheits- und Krankenpfleger aus, bieten jährlich zwölf Ausbildungsplätze an", erzählt Karoline Uhlstein, zentrale Praxisanleiterin. Voraussetzungen seien unter anderem ein Realschulabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung sowie ein Praktikum in einem Pflegebereich. "Dennoch merken auch wir die geburtenschwachen Jahrgänge. In den Vorjahren konnten wir unter den Bewerbern noch auswählen. Das ist jetzt kaum mehr möglich", erklärt Pflegedienstleiterin Hildegard Zöllner.
Ein ganz anderes Interesse in Sachen Berufswunsch zeigt Tommy Schmutzler aus Hartmannsdorf. Er möchte Bierbrauer werden. Deshalb informiert sich der Neuntklässler am Stand des ortsansässigen Brauhauses. "Ich finde den Beruf sehr interessant, habe auch schon mal eine Brauerei besichtigt", sagt der Schüler. Die Ausbildungsmesse sehe er als eine ausgezeichnete Orientierung an "für jene, die in punkto Ausbildung noch sehr unentschlossen sind".
Zwei Auszubildende für Lagerlogistik und zwei künftige Kaufleute für Groß- und Einzelhandel sucht die Schmaus GmbH Bürohandel Hartmannsdorf derzeit. "Solche Messen helfen uns, junge Leute für die Lehrlingsausbildung zu finden. Wir bieten den Jugendlichen aber auch Praktika und Probetage an", sagt André Wächtler, der im Unternehmen gelernt hat und jetzt im kaufmännischen Bereich tätig ist.
Hartmannsdorfs Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) zeigt sich sehr zufrieden. "Die Messe hat sich gelohnt. Wir hatten im Vorfeld auch Schüler ab Klasse 8 von Mittelschulen und Gymnasien aus Limbach-Oberfrohna, Burgstädt und Penig eingeladen. Und viele sind gekommen."


