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Bündnisgrüne wollen Stadionumbau statt Stadionneubau

Partei schlägt Baukostenzuschuss von bis zu zwei Millionen Euro vor

Chemnitz. Die Stadtratsfraktion der Chemnitzer Bündnisgrünen schlägt in der Diskussion um die Finanzierung des Stadionumbaus an der Gellertstraße eine Alternative vor. Wie die Partei am Donnerstag mitteilte, soll die Stadt einen einmaligen, zweckgebundenen Baukostenzuschuss von bis zu zwei Millionen Euro bereitstellen.

"An der Gellertstraße wären damit Investitionen im Bereich der Schaffung von ca. 1000 zusätzlichen Sitzplätzen und die Erweiterung der Sanitäranlagen gedeckt. Eine Beteiligung der GGG wäre damit auch vom Tisch", erklärte Finanzexpertin Petra Zais. 

Ein entsprechender Antrag soll zur Stadtratssitzung am 5. Oktober eingebracht werden. Grund:  "Das von der Oberbürgermeisterin vorgelegte Finanzierungsmodell mit städtischer Bürgschaft in Höhe von 23 Millionen Euro für den Bau und einem Blankoscheck für den CFC in Höhe von 40 Millionen Euro für die Mietzahlungen lehnen wir ab", so Fraktionsvorsitzender Thomas Lehmann. Und weiter: "Angesichts der anhaltenden schwierigen Haushaltslage, die zusätzliche Belastungen und Einschnitte für die Chemnitzer Bevölkerung bringen wird, wäre es verantwortungslos, diesem finanzpolitischenHarakiri der Oberbürgermeisterin zuzustimmen."

Ein Blick zu Union nach Berlin in die Alte Försterei zeigt aus Sicht der Bündnisgrünen, wie gut der Verein und die Fans mit einem einmaligen Baukostenzuschuss des Stadtbezirkes leben können. (fp)

 
erschienen am 15.09.2011
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
11
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  • 19.09.2011
    15:54 Uhr

    Hacketoni: Wer hier behauptet, Chemnitz hätte eine finanzielle Misere und ihre Einwohner leiden furchtbar darunter, der ist entweder blind oder ein Ignorant. Jenen Personen kann ich nur eine Rundfahrt durch Chemnitz und danach durch Rest-Deutschland empfehlen. Wir haben eine schöne, moderne Stadt, bloß keiner sieht es. Wo man hinhört, wird gejammert. Eine Großstadt wie Chemnitz kann nicht überall gleichzeitig investieren. Als erstes die City danach Museen und nun das Stadion. Dies sind nun mal markante Aushängeschilder unserer Stadt und dienen deshalb als die Top-Promoter von Chemnitz. Sie sind deshalb unverzichtbar. Oder was glaubt ihr, warum alle anderen Städte dies schon längst haben. Es kommen keine Menschen in die Stadt bloß weil es hier KITA´S und Bibliotheken gibt. Das sind Standarts, die wie ein zeitgemäßes, familienfreundliches und sicheres Stadion zu einer Stadt gehören. Schaut nach Berlin oder Leipzig, weiß Gott, es ist nicht alles Gold hier aber die Top-Promoter stehen längst. Also packen wir´s an!

    1 0
     
  • 18.09.2011
    08:16 Uhr

    schnellleserin: Nach wie vor: Laß den CFC erst einmal zeigen, dass er zweitligafähig ist, dann diskutiert über ein zweitliegagemäßes Stadion.
    Dann macht es wie Hoffenheim: für ein halbe oder ein Jahr Gast in einem der tollen Stadien in Leipzig oder Dresden, während Chemnitz entsprechend den Anforderungen umgebaut wird (ggf. auch mit Beteiligung öffentlicher Mittel - aber eigentlich gibt es dafür dann immer finanzkräftige Sponsoren -> siehe bei den anderen Vereinen).
    Kommunale Mittel (die so eigentlich nicht vorhanden sind) gehören wenn, dann in den Breitensport, der nämlich nicht über die Möglichkeit des Sponsoring verfügt.

    1 1
     
  • 16.09.2011
    19:48 Uhr

    HorrorBeetle: Wenn man das Geld bei 4 % Zinsen, 20 Jahre anlegt, kommen bei einem Startkapital von 2 Mio EUR und jählicher Spareinlage von 2 Mio ca. 66 Mio raus.

    Doch darum geht es garnicht. Das Geld existiert nämlich garnicht. Ich kann kein Geld ausgeben, was ich nicht habe. Außer ich nehme es woanders weg. Und das ist der Punkt, der uns Kontra-Stadion-in-dieser-Form-Ecke so stört. Nicht, dass ein Stadion gebaut wird, sondern das wichtigere Dinge deshalb vernachlässigt werden!

    1 1
     
  • 16.09.2011
    12:16 Uhr

    GGD: Also meines Erachtens können hier anscheinend nur die wenigsten Zins- und Tilgungsrechnung. Zumindest hinterlassen einige Kommentare diesen Eindruck. Doch um mal beim Thema zu bleiben, wieso wird denn immer damit argumentiert, dass die 23 Millionen Euro Baukosten woanders viel besser angelegt wären? Die GGG baut weder Kindergärten noch Bibliotheken, selbst dann nicht, sollte das Stadion nicht gebaut werden.

    Generell halte ich diese Diskussion für eine politisch instrumentalisierte Farce. Bei jeder Investition die die städtische Immobilientochter tätigt ist die Stadt Chemnitz letzten Endes der Bürge. Das dieser Fall jedoch jemals eintritt, ist zu höchst unwahrscheinlich meines Erachtens absolut populistisch.

    Nach der Argumentation einiger Leute müsste demnach auch der Bau des neuen Archeologiemuseums gestoppt werden. Auch hier existiert bestimmt ein nicht unerheblicher Bevölkerungsteil, der die Millionen an anderer Stelle besser angelegt sieht. Der Streit um die beste Lösung ist gut, führt aber in manchen Fällen auch

    Eure Diskussion geht daher völlig am eigentlichen Sinn vorbei. Chemnitz braucht mutige Entscheidungen inform von Investitionen. Werden diese nicht getätigt oder nur einseitig getätigt (bspw. in Museen), verliert die Stadt weiter an Prestige, Image und auch Attraktivität gerade bei jüngeren Kohorten.

    1 0
     
  • 16.09.2011
    09:05 Uhr

    ramon: Was auch interessant ist: Wenn man 2 Millionen pro Jahr für 4% anlegt hat man nach 20 Jahren 62 Millionen Euro. Das ist die Summe, welche betrachtet werden sollte. Insbesondere ist auch interessant, wo die Differenz zu den 23 Millionen Baukosten hinfließt.

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