Der Entwurf zeigt den Blick vom Marktplatz aus auf die neue Grundschule. Rechts daneben befindet sich das Rathaus.
Foto: Grafik: IAB Stollberg GmbH
Burkhardtsdorf: Grundstein für neue Schule gelegt
Im August 2013 soll das Gebäude fertig sein
Burkhardtsdorf. Großer Andrang hat am Freitag zur Grundsteinlegung der zentralen Grundschule im Herzen Burkhardtsdorfs geherrscht. Es war ein bedeutender Moment für Eltern, Lehrer, die Verantwortlichen der Stadt und Kinder. "Es ist ein besonderer Tag für den Ort, in Zeiten, wo auch Schulen geschlossen werden. Gute Bildung ist unverzichtbar", sagte Bürgermeister Thomas Probst (CDU). "Lehrern und Schülern steht bald eine hochmoderne Schule zur Verfügung."
Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Kinder. Statt langer Redender Erwachsenen hatten die Jungen und Mädchen der Grundschulen in Meinersdorf und Burkhardtsdorf sowie der Kindertagesstätten "Mühlbergzwerge", "Löwenzahn" und "Rasselbande" ein buntes Programm mit Liedern und Gedichten einstudiert, unter dem Beifall der Gäste trugen sie es vor. Auch beim Befüllen und Herablassen der obligatorischen Kapseln halfen die Sprösslinge fleißig mit. Zudem folgten Ehrengäste der Einladung des Bürgermeisters, darunter die Kultusministerin Brunhild Kurth. "Wichtig sind Gemeinschaften. Einzelne Orte können es allein nicht stemmen", so die Ministerin, die den eingeschlagenen Weg der Gemeinde lobte.
Mit der zentralen Bildungseinrichtung werden künftig die Grundschulen Meinersdorf und Burkhardtsdorf vereint. Die Idee, dass die Kinder aller Ortsteile eine Schule besuchen, ist allerdings schon alt. Die Schulnetzplanung in der Gemeinde begann bereits 1999.
Die alten Gebäude sollen deshalb künftig nicht leer stehen. Probst: "Zur Grundschule Meinersdorf läuft seit einigen Monaten die Phase der Ideenfindung, die Grundschule Burkhardtsdorf wird zunächst den gesamten Hort aufnehmen und dann zu einem Kinderförder- und Freizeitzentrum umgestaltet."
Bis August soll der Rohbau der auch durch seine Architektur glänzenden neuen Einrichtung stehen. Der Grundgedanke von Architekt Axel Müller: "Kinder gehören ins Wohnzimmer des Ortes." Die Schule hinter dem Rathaus ist gestaltet wie ein Dorf. Mehrere Gebäude sind durch Glasflure miteinander verbunden. Einzig der Name der künftigen Bildungseinrichtung steht noch nicht fest. Probst hatte aufgerufen, Vorschläge abzugeben. 57 wurden im Rathaus eingereicht. Der Gemeinderat wird entscheiden.
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 4,1 Millionen Euro. Der Freistaat stellt etwa 1,7 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Noch vor dem Wintereinbruch sollen die Gebäude bereits komplett dicht sein. Im August 2013 ist geplant, die für etwa 220 Kinder Platz bietende Schule in Betrieb zu nehmen. Probst: "Ich gehe davon aus, dass wir den Zeitplan einhalten."

