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Chemnitz: Beschwerden über Ferien-Fahrplan der CVAG
Lange Wartezeiten an Bus und Bahn und übervolle Fahrzeuge
Chemnitz. Noch bis Ende August fahren die Busse aller wichtigen Linien und alle Straßenbahnen der Chemnitzer Verkehrsbetriebe alle 15 Minuten. Hintergrund sind die Sommerferien und die damit verbundene geringere Anzahl an Fahrgästen. Außerhalb der Ferien verkehren die Fahrzeuge im 10-Minuten-Takt. Von der Ausdünnung betroffen sind die Straßenbahnlinien 1, 2, 4 und 5 sowie die Buslinien 21, 31, 41, 51 und 62/72.
Bei den Fahrgästen stößt das auf wenig Begeisterung: Sie beschweren sich, dass infolge des Sommerferien-Fahrplans die Bahnen vor allem am Nachmittag überfüllt seien. Eine nicht repräsentative Umfrage zur Stoßzeit an der Haltestelle der Straßenbahnlinie 4 (siehe Kasten) liefert weitere Hinweise: Die Fahrgäste beklagen zu wenig Platz und zu lange Wartezeiten auf die nächste Bahn oder den nächsten Bus.
Die CVAG rückt allerdings vom vorübergehenden Viertelstundentakt nicht ab, wie Sprecher Stefan Tschök betont: Schließlich setze man in den Sommermonaten bewusst weniger Busse und Bahnen ein, weil dann rund ein Viertel weniger Menschen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr unterwegs seien. "Wenn weniger Fahrgäste mitfahren, schicken wir weniger Fahrzeuge", sagt Tschök und verweist auf Bedarfsanalysen.
Bis zum Jahre 2008 habe die CVAG wegen der geringeren Passagierzahlen in Ferienzeiten sogar in sämtlichen schulfreien Wochen den Sonderfahrplan in Kraft gesetzt. "Das führte aber zu Verwechslungen und Unsicherheiten bei Fahrgästen wegen dem häufigeren Wechsel zwischen den Taktzeiten", erklärt der Unternehmenssprecher. Daher gelte der Ferienfahrplan seither nur während den großen Ferien. Auf die Frage, wie hoch die Einsparungen sind, die die längeren Taktzeiten bringen, nannte Tschök keine konkreten Zahlen, deutete aber an, dass es sich um eine fünfstellige Summe handelt. "Die Einsparungen sind als Teil unseres Wirtschaftsplanes fest vorgesehen", betont er.
Bis am ersten Schultag am 3.September wieder von 15- auf 10-Minuten-Takt umgeschaltet wird, rechne die CVAG daher durchaus auch mit volleren Bussen und Bahnen, räumt er ein. Allerdings verweist er darauf, dass man eine Sitzplatzgarantie nie haben werde, zumal Fahrgäste in Chemnitz durchschnittlich weniger als zehn Minuten Bus und Bahn fahren. "Dass man beispielsweise zwischen Goetheplatz und Innenstadt acht Minuten lang steht, kann immer auch zu Zeiten des Schülerverkehrs passieren, also nicht nur mit dem 15-Minuten-Takt während den Sommerferien", sagt der CVAG-Sprecher.
Auch Vorschlägen von Fahrgästen, während der Sommermonate die größeren Tatrabahnen einzusetzen und so mehr Fahrgäste aufzunehmen, erteilte Tschök eine Absage: "Damit würden wir zwar Platz in drei Wagen anbieten, während unsere moderneren Variobahnen nur zwei Wagen aufweisen. Allerdings sorgen die Tatrabahnen mit ihren höheren Einstiegen immer wieder für Kritik und sind obendrein nicht klimatisiert." Daher sei im Moment nur noch eine von zehn Tatrabahnen im Einsatz.


10:48 Uhr
oOSilenceOo: meine erfahrung mit dem sommerfahrplan: ich wünschte der bus käme einmal pünktlich! seit den ferien klappt in der hinsicht auf der linie 31 morgens gar nix. fazit: ich bin aufs auto umgestiegen.
07:45 Uhr
ZwenAusZwota: Sommerlochauffüllartikel oder was?
Ich fahre jeden Tag Bus und Bahn - die Anzahl der Mitfahrer ist nur unwesentlich gestiegen. Und was heißt bitteschön "zu wenig Platz"? Ich habe seit '89 nicht mehr gesehen, dass sich die Leute wie Ölsardinen in die Bahn quetschen!
Vielleicht sollten die beiden Autorinnen mal eine Woche lang Bus und Bahn fahren, bevor sie solch nichtrepräsentative Sachen schreiben...
Die Umstellung der Fahrzeiten in den Ferien ist daher sinnvoll und gut!