An der Kreuzung Theater-, Mühlen-, Brückenstraße krachte es 2011 31-mal. Im Dezember überschlug sich dort ein Fahrzeug. An der Kreuzung Theater-, Mühlen-, Brückenstraße krachte es 2011 31-mal. Im Dezember überschlug sich dort ein Fahrzeug.

Foto: Haertelpress

Chemnitz: Geradeaus-Pfeil wegen Finanznot

Weil der Ampelumbau zu teuer ist, behilft sich die Stadt an einem Unfallschwerpunkt auf andere Weise

Chemnitz. Autofahrer, die aus Richtung Stadtbad zur Brückenstraße wollen, müssen ab Anfang August weitere Wege in Kauf nehmen. Wegen der anhaltend hohen Unfallzahl an der Kreuzung Theater-, Mühlen-, Brückenstraße versucht die Stadtverwaltung die besonders hohe Gefahr für Linksabbieger aus der Mühlenstraße zu senken.

Da aber das Geld für die Einrichtung einer eigenen Linksabbiegephase und für den Umbau der Ampel frühestens 2013/2014 zur Verfügung steht, soll ab nächster Woche stattdessen zunächst ein Linksabbiegeverbot von der Mühlen- in die Brückenstraße für mehr Sicherheit sorgen. Das bestätigt Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk auf Anfrage der "Freien Presse".

Die Querung in der City gilt als einer von rund 110 Unfallschwerpunkten in der Stadt. 2011 gab es laut Polizeisprecher Frank Fischer dort 31 Unfälle mit neun Verletzten. So überschlug sich im Dezember ein Auto, ein Mensch wurde eingeklemmt. In diesem Jahr wurden allein bis zum 20. Mai bereits 19 Unfälle mit fünf Verletzten aufgenommen.

Als Hauptunfallursache gilt der Konflikt von Linksabbiegern aus der Mühlen- in die Brückenstraße mit den auf der Theaterstraße entgegenkommenden Fahrzeugen. "Hauptproblem ist, dass die Linksabbieger nicht mit einem eigenen Signal sicher geführt werden", heißt es aus dem Rathaus. Die Unfallkommission von Polizei und Stadtverwaltung hatte daher bereits vor längerer Zeit beschlossen, dass eine Ampelphase für Linksabbieger einzurichten ist. Davon versprechen sich die Partner eine dauerhafte Verbesserung der Situation.

 
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Chemnitz: Geradeaus-Pfeil wegen Finanznot
Vorhandene Ampel stammt von 1974
Kommentar: Armes Chemnitz
 
erschienen am 23.07.2012 ( Von Grit Baldauf und Galina Pönitz )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
15
(Anmeldung erforderlich)
  • 25.07.2012
    22:14 Uhr

    torschro: kommt schon Leute...nicht streiten...jede Stadt bekommt ihren Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Umweltschutz den sie verdient. nicht mal Jörg Dräger hätte Hr. Runkel als Zonk hinter Tor3 gesetzt :)

    0 1
     
  • 25.07.2012
    15:46 Uhr

    Kritiker: Ich verstehe das gezicke hier in den Kommentaren nicht - wie "Ballfreund" schon schreibt, es gilt der § 1 StVO "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.". Wenn man mit 50km/h an die Kreuzung ran fährt (fahren würde), gäbe es sicher weniger (plötzlich) abbiegender Fahrzeuge! Aber weil man ja unbedingt noch bei Grün über die Kreuzung will, wird noch mal ordentlich "drauf getreten".
    Des Weiteren wurde der Ampelumbau vor Kurzem erst hier besprochen. Da hieß es in dem Artikel, dass die Ampel im Zuge des "Chemnitzer-Modells" umgebaut wird. Wozu also jetzt soviel Geld investierun und in 1-2Jahren das Ganze noch mal? Das gefällt auch Keinem!
    Wenn die Autofahrer das nicht begreifen, muss eben ein Umweg gefahren werden. (Hoffentlich kommt 100m weiter ein Wendeverbotszeichen)

    0 2
     
  • 24.07.2012
    16:25 Uhr

    gelöschter Nutzer: @alandy, "genießt den Tag" - der war gut. Das können doch die meisten in der Gegend gar nicht. Haben die noch nie gekonnt. Dazu muss man mindestens 200 km weit weg sein.
    Orwaidn und Gald sporn, das is wischtisch.

    0 0
     
  • 24.07.2012
    14:54 Uhr

    alandy: Sicherheit hat nun mal seinen Preis,das ist klar. Meiner Meinung stören an besagter Kreuzung aber die aus Richtung Falkeplatz stehenden Poller auf dem Mittelstreifen.Auf Linksabbieger auf die Brückenstr. wirken die Dinger wie ne Wand.Rechts abbiegen und wenden ist auch keine Lösung,mann muss auch an Busse,Lkw und Anwohner denken.Gerade aus und wenden funktioniert bestenfalls nachts reibungslos. Ich denke mal für ne bessere Sicht auf den Gegenverkehr zu sorgen ist wichtig.Die Poller durch ne niedrigere Variante zu ersetzen wäre zwar nicht DIE Lösung aber nen Versuch wert.Kostet auch ne viel.Genießt den Tag!

    0 0
     
  • 24.07.2012
    08:14 Uhr

    Jothade: "Das Geld für einen Stadionneubau hatte die Stadt schon seit über 20 Jahren nicht"

    Das Thema "Stadion" ist vorbei, das "Ding" ist beschlossene Sache und wird jetzt gebaut! Hoffentlich trägt es für Chemnitz ausreichende Früchte in allen Sparten, für das es her halten kann.
    Im Übrigen:
    Der "Brückenstraßen-Stumpf" hat tatsächlich ein "Wende-U"! Die StVO hat aber seit 1991 kein Verkehrszeichen mehr, welches eine Verkehrsführung über diese Möglichkeit ausweisen kann.
    Insoweit wird jeder sehen müssen, wie er das am besten hin bekommt.

    Ich denke mal, dass in ein, zwei Monaten keine(r) mehr über das Thema nachdenkt, sofern nicht wieder aktuelle oder spektakuläre Unfälle diese Kreuzung in den Mittelpunkt schieben.

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