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Chemnitz: Mann soll Sohn sexuell missbraucht haben - Haftbefehl
Mutter des Opfers mit zwei weiteren Kindern zu Verwandten gezogen
Chemnitz (dpa/sn) - Weil er seinen minderjährigen Sohn sexuell missbraucht haben soll, hat das Amtsgericht Chemnitz gegen einen Vater Haftbefehl erlassen. Es bestehe Fluchtgefahr, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit. Gegen den 33-Jährigen werde wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sechs Fällen sowie das Verbreiten von pornografischen Schriften ermittelt. Bei einer Verurteilung müsse der Mann mit einer erheblichen Strafe rechnen. Für jede dieser Taten seien Freiheitsstrafen von 2 bis 15 Jahren vorgesehen.
Der Mann war nach einem öffentlichen Fahndungsaufruf in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" in der Nacht zum Donnerstag festgenommen worden. Er soll 2011 seinen damals zehnjährigen Sohn schwer sexuell missbraucht und kinderpornografische Bilder und Filme hergestellt und verbreitet haben. Die Mutter des Opfers ist laut Stadtverwaltung Chemnitz mit zwei weiteren Kindern unterdessen zu Verwandten gezogen.
Der Sprecherin zufolge wurde bei der Festnahme in der Wohnung des Verdächtigen weiteres Material sichergestellt. Dieses werde jetzt ausgewertet. Zudem würden Zeugen, Familienmitglieder und eventuell auch das betroffene Kind vernommen. Dabei werde sich zeigen, ob es zu noch weiteren Taten gekommen sei, hieß es.
Die Ermittler hatten am Mittwochabend in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" mit Bildern nach dem Mann gefahndet. Nach dem entscheidenden Hinweis wurde er identifiziert und einige Stunden später in seiner Wohnung festgenommen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Mannes führten, hatte die Generalstaatsanwaltschaft 5000 Euro Belohnung ausgesetzt.

