Phantombild der Haupttäterin. Phantombild der Haupttäterin.

Foto: Polizei

Chemnitz: Polizei fahndet mit Phantombildern nach Betrügerinnen

67-Jährige um fünfstellige Summe erleichtert

Chemnitz. Mit Phantombildern sucht die Chemnitzer Kriminalpolizei nach zwei Betrügerinnen. Sie brachten eine 67-jährige Chemnitzerin Anfang Juli um einen fünfstelligen Geldbetrag. Eine der Frauen gab sich seinerzeit als Heilerin aus. Sie kam mit ihrem Opfer  - weil beide Russisch sprechen - schnell ins Gespräch. Die "Heilerin" erklärte, auf die 67-Jährige und ihre Familie kämen gesundheitliche Probleme und großes Unglück zu. Dies könne sie jedoch abwenden. Die Frau müsse ihr nur all ihr Geld geben. Dazu vollführte die Unbekannte eine Prozedur mit einem Hühnerei.

Mit einer zweiten hinzugekommenen Frau fuhr die verängstigte 67-Jährige zu ihrer Wohnung auf dem Sonnenberg, holte das Geld und übergab es in einer Tüte. Es wurde in ein Tuch eingewickelt. Dann sprach die Wahrsagerin eine "Zauberformel". Anschließend gab sie der Rentnerin das Päckchen zurück mit dem Hinweis, sie dürfe es drei Tage nicht öffnen. Danach verabschiedeten sich die zwei Frauen von der Rentnerin. Als die gutgläubige 67-Jährige später das Päckchen öffnete, fand sie darin nicht ihr Geld, sondern nur ein paar Steine.

 

Die Mittäterin. Die Mittäterin.

Foto: Polizei

Die "Heilerin" wird auf 40 bis 45 Jahre geschätzt und soll etwa 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank sein. Ihr Haar wird als dunkelblond bis grau beschrieben. Sie selbst nannte sich Vasileva.
Ihre Begleiterin soll etwa 35 Jahre alt und um die 1,80 Meter groß sein. Ihr Haar war schulterlang. Über der Stirn waren die vermutlich weißblonden Haare zu einem auffälligen Zopf geflochten.

Wer kennt Frauen, auf die die Phantombilder zutreffen? Wer kennt die Täterinnen oder weiß sogar, wo sie sich aufhalten? Unter 0371 3872279 nimmt die PD Chemnitz-Erzgebirge Hinweise entgegen. (fp)

 
erschienen am 20.08.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
2
(Anmeldung erforderlich)
  • 20.08.2012
    21:48 Uhr

    Matthias1: Eine tolle Geschichte: Zauberformel, eine Timoschenko-Frisur, Unglücksbeschwörung, ein Tuch, eine Plastiktüte, ein Hühnerei, Steine statt Papiergeld: da fehlt einfach nichts! Allein für ihre Phantasie zur Inszenierung dieses bühnenreifen Stücks haben sich die beiden Frauen fast schon dieses "Honorar" verdient. Ganz großes Theater!

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  • 20.08.2012
    15:25 Uhr

    alandy: Wenn ne russischsprechende Sonnenbergbewohnerin (67-jährig) von gleichsprechenden Bürgern übers Ohr gehauen wird und die Phantombilder Wochen später erscheinen dann hab ich schon Zweifel am Erfolg... aber aus ermittlungstaktischen Gründen wird das schon Hand und Fuss haben !?!? Übrigens brauch ich mein Bargeld nicht in Tücher einwickeln,da reicht n Stück Zigarettenpapier,und mit Steinen aufwiegen lohnt sich ne,so kleine Steine gibts ne!Arbeite übrigens 60 Std.pro woche aber spreche eben kein russisch...Aber Dummheit wird bestraft,auch global!Schönen Tag noch,und hütet euch vor-Vasileva-,aber die sind eh schon in einer anderen-Metropole-.............

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