Vom Werbegag zum Zankapfel: Dieses Plakat warnte Autofahrer über Tage hinweg vor dem neuen Blitzer an der Leipziger Straße. Am Donnerstag musste es entfernt werden.
Foto: Aetka
Chemnitz: Rathaus stoppt Blitzerwarnung
Plakat machte Autofahrer an B95 aufmerksam und musste auf Drängen der Stadt entfernt werden
Chemnitz. Katja Förster von Aetka, einem zum Hartmannsdorfer Unternehmen Komsa gehörenden Fachhandelsverbund für Telekommunikationsprodukte, erinnert sich noch genau an den Zeitungsartikel. Von einer ganz besonderen Auszeichnung war da vor knapp einem Monat zu lesen: Einer "Ehrenmedaille für moderne Wegelagerei", die der Stadt Chemnitz und ihrem Ordnungsbürgermeister Miko Runkel von einem sächsischen Radiosender verliehen wurde - anlässlich der Inbetriebnahme einer neuen Geschwindigkeitsüberwachungsanlage an der Leipziger Straße (B95). Runkel zeigte sich humorvoll und nahm die Auszeichnung sogar persönlich entgegen.


14:29 Uhr
kauzvonhier: Kann es sein, dass Sie fürs Ordnungsamt bzw. die Stadt unterwegs sind? Verkehrskontrollen schön und gut, vielleicht sollte man diese aber einigermaßen "vernünftig" mit anderen Interessen in Einklang bringen. Und keine Sorge, über vernünftige Argumente kann ich sicher nachdenken - im Gegensatz zur Stadt Chemnitz wahrscheinlich..
Und über den "hirnlosen" Teil ihres Beitrages mit der Autobahn sag ich am besten gar nichts weiter.
10:33 Uhr
fuxx: Andere dümmlich nennen ist auf jeden Fall einfacher als über ein vernünftiges Argument nachzudenken. Imageverlust wegen Verkehrskontrollen? In welcher deutschen Stadt ist das denn bitte nicht üblich? Dann sollten wir wohl am besten eine Autobahn quer durch die Stadt bauen? Wäre bloß dumm, wenn dann keiner mehr anhält.
13:08 Uhr
kauzvonhier: Auf lange Sicht erhöhen derartige, feste Blitzer vor allem eins: Den Imageverlust unserer Stadt bei Auswärtigen und Ortsunkundigen, die im schlechtesten Fall vielleicht auch noch Geld in der Stadt lassen und hier was bewegen können. Aus dieser Sicht sind solche Blitzer an Autobahnabfahrten oder Einfallstraßen wie der Neefestraße absolut dämlich, aber passen wenigstens zur typisch dümmlichen Chemnitzer Politik..
11:42 Uhr
saxo: Die Frage ist doch: was erhöht mehr die Verkehrssicherheit? Ein Plakat vor dem Blitzer und jeder hält sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit oder es fahren noch viele (vor allem ortsunkundige Fahrer) ohne Warnung schneller als erlaubt.
Eine wirklich eigenartige Auffassung von Herrn Runkel, dass das Plakat der Erhöhung der Verkehrssicherheit entgegensteht. Also geht der Stadt doch bloß um Abzocke.
09:47 Uhr
chfr: In Chemnitz macht sich doch niemand Gedanken über Verkehrsfluss oder sinnvolle Verkehrsplanung. Siehe Zwickauer Str. oder jetzt die neuen Markierungen und Eingrenzungen auf der Reichenhainer. Und wenn sich Herr Runkel hinstellt und in der FP äußert, dass die neuen Blitzer zur Einnahmenerhöhung angeschafft werden, dann ist er fehl am Platz! Ich bin mal gespannt, wann die ersten Klagen dagegen kommen. Aufgabe der Stadt und des Rechstdezernenten sind Sicherheit im Strassenverkehr (also gerne Geschwindigkeitskontrollen zur Einhaltung eiens Tempolimits). aber nicht solch eine Abzockerei...