Unter Leitung von Professor Lothar Kroll forschen 37 Professoren unterschiedlicher Fachbereiche an der TU Chemnitz an neuartigen Kunststoffen. Ziel ist es, besonders leichte Materialien unter anderem für den Automobilbau zu entwickeln und diese energieeffizient herzustellen.  Unter Leitung von Professor Lothar Kroll forschen 37 Professoren unterschiedlicher Fachbereiche an der TU Chemnitz an neuartigen Kunststoffen. Ziel ist es, besonders leichte Materialien unter anderem für den Automobilbau zu entwickeln und diese energieeffizient herzustellen.

Foto: Kristin Schmidt

Chemnitz gelingt Sprung in Premiumliga der Forschung

TU kann 38,5 Millionen Euro zusätzlich für Leichtbau-Forschung ausgeben

Chemnitz/Dresden. Die Technische Universität Chemnitz gehört zu den Gewinnern in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative für die deutschen Hochschulen. Der Bewilligungsausschuss sprach am Freitag der Chemnitzer TU eine Förderung von 38,5 Millionen Euro für die Zeit von 2012 bis 2017 zu.

In Chemnitz wird ein ressortübergreifendes Forschungsprojekt mit dem Titel "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) eingerichtet. MERGE ist deutschlandweit der einzige Zusammenschluss von wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem zukunftsweisenden, stark umkämpften Technologiefeld "Leichtbau". Der Leichtbau gehört zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft.
Zudem sind Chemnitzer Wissenschaftler an einem Dresdner Exzellenzprojekt beteiligt, das im gleichen Zeitraum bis zu 40 Millionen Euro erhält. "Dabei geht es insbesondere darum, Entdeckungen der Materialwissenschaften in technologische Innovationen zu überführen. Damit sollen physikalische Grenzen innerhalb der Halbleitertechnologie überwunden und so der elektronischen Informationsverarbeitung eine Perspektive über 2020 hinaus eröffnet werden", erläuterte Thomas Geßner, Inhaber der Professur Mikrotechnologie an der TU Chemnitz.

In der zweiten Phase der Exzellenzinitiative von 2012 bis 2017 gehen 2,7 Milliarden Euro an ausgewählte Hochschulen. Gefördert werden drei Bereiche: Graduiertenschulen zur Betreuung von Doktoranden, ressortübergreifende Forschungsprojekte (Exzellenzcluster) sowie der Ausbau von Hochschulen zu Elite-Unis. Finanziert wird die Initiative zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent von den Ländern, in denen die geförderten Hochschulen ihren Standort haben.

In den Kreis der deutschen Elite-Universitäten hat es die TU Dresden geschafft. Die Hochschule erhielt den Titel "Exzellenz-Universität" und kann mit Geldern in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Die TU war als einzige ostdeutsche Hochschule in die Endrunde gekommen.

Mit den Erfolgen von Dresden und Chemnitz festige Sachsen seine Stellung als forschungsstärkstes Land innerhalb der neuen Bundesländer, sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos). Große Freude herrschte auch im Chemnitzer Rathaus: "Für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort ist dieser Titel eine ganz außergewöhnliche Stärkung. In ihrem Forschungsbereich ist die TU Chemnitz jetzt in der Premiumliga angekommen", so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD).

 
erschienen am 15.06.2012 (Von Udo Lindner)
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
2
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  • 18.06.2012
    16:47 Uhr

    torschro: wozu auch Gelder in die Ausbildung stecken...26Mill für das Hochleistungsforschungszentrum im Jahr 2011...nun wieder 38.5Mill Euro obendrauf. in Facebook Aktien anzulegen wäre wahrscheinlich ergebnisorientierter. Hinterfragt eigentlich mal irgendjemand die Machenschaften z.B. vom Frauenhofer Institut?

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  • 17.06.2012
    17:48 Uhr

    Jothade: Na hoffentlich werden dann in unserer "Premium-Uni" auch DIE Fachrichtungen mit ausreichend Dozenten besetzt, die bis jetzt hinten an standen! Es kann doch nicht sein, dass Studenten aus Chemnitz weg gehen, weil hier Fachleute fehlen...

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