Discounter Penny schließt weitere Einkaufsmärkte in Chemnitz
Betroffen sind Filialen in den Stadtteilen Rabenstein, Schönau und Einsiedel
Chemnitz. Nach dem Aus für die Einkaufsmärkte auf dem Sonnenberg und in Hilbersdorf stehen nun drei weitere Filialen der Discounterkette Penny vor der Schließung. Wie Unternehmenssprecherin Denise Lange am Donnerstag auf "Freie Presse"-Anfrage bestätigte, sollen die Standorte an der Popowstraße in Schönau, an der Oberfrohnaer Straße in Rabenstein (Rabenstein-Center) und in Einsiedel aufgegeben werden. Als Grund nannte sie wirtschaftliche Erwägungen.
Bereits im Februar sollen die Märkte in Schönau und in Einsiedel schließen, am 11. Februar derjenige an der Popowstraße, am 25. Februar die Filiale am Wiesenufer. Der Markt in Rabenstein hat hingegen noch eine Gnadenfrist bis zum Sommer und soll im Juli dieses Jahres aufgegeben werden. Wie die Unternehmenssprecherin versichert, sei die Schließung von weiteren Einkaufsmärkten in Chemnitz derzeit nicht geplant.
Dabei hatte der Discount-Riese erst im November vergangenen Jahres den Verkaufsbetrieb in zwei Filialen beendet, in Hilbersdorf an der Zeißstraße und auf dem Sonnenberg an der Philippstraße. Auch damals war von wirtschaftlichen Gründen die Rede. Wie die Penny-Sprecherin am Donnerstag auf Nachfrage betonte, bedeute "nicht wirtschaftlich" aber nicht zwangsläufig, dass der jeweilige Markt rote Zahlen geschrieben habe. "Jeder Standort muss einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens leisten", erklärte sie. Es könne sein, dass dieser positive Beitrag nicht ausreicht, wenn die schwarze Zahl zu klein sei.
Dennoch hieß es bei Penny am Donnerstag, Chemnitz sei auch weiterhin ein attraktiver Standort für das Unternehmen. "Mit unseren bestehenden Filialen möchten wir auch weiterhin unseren Kunden den Service eines ,Marktes um die Ecke' bieten", erklärte sie. Penny betreibt in Chemnitz derzeit noch 17 Märkte, nach der Schließung der drei Filialen werden es noch 14 sein.
Im Oktober 2011 hatte die zur Kölner Rewe-Gruppe gehörende Discounterkette bekannt gegeben, ihr Filialnetz grundlegend zu verändern. Die "Lebensmittelzeitung" hatte damals berichtet, dass Penny in diesem Jahr bundesweit bis zu 140 Filialen abgeben oder schließen will. Der Konzern wolle sich damit von Verlustbringern trennen, hieß es. Es solle sich vor allem um Märkte in Ost- und Süddeutschland handeln, die "tiefrote Zahlen schreiben, Investitionsstau aufweisen und wenig Aussicht auf Besserung haben".
Die Discounterkette betreibt bundesweit 2400 Filialen und beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter. Auf Sachsen entfallen dabei nach Konzernangaben rund 200 Märkte mit über 1400 Beschäftigten. Einem Konzernsprecher zufolge setzte die Kette im Jahr 2010 rund 6,9 Milliarden Euro um - 1,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. (mit jdf)


13:15 Uhr
rhof: Schönau verliert mehr und mehr Einkaufsmöglichkeiten.Der Penny Popowstraße in Schönau war für Viele eine gute Einkaufsmöglichkeit,denn man konnte ihn gut erreichen.Fleicher und Bäcker, mit gutem Angebot, ermöglichten einen umfassenden Einkauf.Wer braucht statt dessen einen Getränkemarkt? Damit wird wohl auch dises Kapitel bald der Vergangenheit angehören und in Schönau geht es weiter bergab.Ich bedauere das sehr, denn viele ältere Menschen haben nun wieder eine Einkaufsmöglichkeit weniger.Aber das interessiert ja Keinen.Nur der Profit zählt heutzutage noch und nicht der Mensch!
12:28 Uhr
Sachsenstolz: Ich glaube Druck hilft da wenig. Das RabensteinCenter ist ja nicht gerade eine blühende Landschaft. Zahlreiche Geschäfte, das Hotel und das dazugehörige Restaurant haben schon die Segel gestrichen. Der Penny im Keller hat auch eine bescheidene Lage. Die Zufahrt und die engen Parkplätze sind abschreckend. Man muss arg auspassen, sich nicht sein Auto zu ramponieren. Außerdem sind die meisten Parkplätze oft von Dauerparkern belegt. Die Ladenfläche erscheint mir auch recht klein im Vergleich zu den schnell hochgezogenen Discountern auf Freiflächen. Vielleicht sollte man sich für die freiwerdende Fläche eine andere Nutzung überlegen und dafür den vor wenigen Wochen abgelehnten Discounter in 450m Entfernung genehmigen.
10:21 Uhr
ChemB: Kann man vielleicht mit der Bürgerinitiative Rabenstein mehr Druck auf den CenterChef vom RabensteinCenter, dem Pennymarkt oder die Stadträte/Verwaltung ausüben.
12:33 Uhr
Sachsenstolz: Das wundert mich ehrlich gesagt nicht. Bei uns in Rabenstein wohnen viele ältere Menschen, die auf einen Nahversorger angewiesen sind. Aber seit der Plus im RabensteinCenter durch den Penny ersetzt wurde, scheuen sich sogar diese Menschen, dorthin zu gehen: schmuddelig hoch 3, kaum Auswahl und eine Einkaufsathmosphäre zum davonlaufen. Dabei hat Penny hier im Gebiet quasi eine Monopolstellung. Leider wurde auch vor kurzem ein geplanter neuer Discounter abgelehnt, der er nicht mit dem Zentrenkonzept in Übereinkunft stand (Entfernung zum RabensteinCenter 450m anstatt 500m).
11:45 Uhr
ZwenAusZwota: @Registrierter: was ist denn der Sinn eines Unternehmens?
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doch nicht dem kleinen Mann arbeit zu geben, oder ihn irgendwie Sachen zu schenken. Sinn eines Unternehmens ist, dem Unternehmer (auch den Anteilseignern) Geld zu erwirtschaften.
Wenn Ihnen die Sache mit den schließenden Märkten nicht gefällt, haben Sie den Mut und machen Sie an den o.g. Orten doch einen eigenen Markt auf!
Immer nur herummeckern, aber nie was eigenes auf die Beine stellen... armes Deutschland!