Drei Chemnitzer Schulen verfehlen Klassenziel
Bildungsagentur hat Anmeldezahlen für künftige fünften Klassen an staatlichen Schulen bekannt gegeben
Die Mittelschulen in Altendorf und auf dem Sonnenberg bleiben die Sorgenkinder unter den staatlichen Mittelschulen in Chemnitz. Wie schon in den beiden vergangenen Jahren erreichten die Einrichtungen bei der Anmeldung der künftigen Fünftklässler für das im August beginnende neue Schuljahr erneut nicht die erforderliche Zahl von 40Schülern.
Mit 18 Anmeldungen in Altendorf und 23 an der Georg-Weerth-Schule blieben sie sogar noch hinter den Zahlen von 2011 zurück. Auch die Mittelschule "Am Flughafen" verfehlte mit 36 Anmeldungen die Mindestschülerzahl. Kräftige Zuwächse verbuchten indes die Mittelschule Reichenbrand und die Untere Luisenschule in Schloßchemnitz.
Lutz Steinert, Sprecher der Chemnitzer Regionalstelle der Schulaufsichtsbehörde Bildungsagentur, betonte, dass die am Dienstag veröffentlichten Zahlen nichts darüber aussagen, ob und wie viele fünfte Klassen im neuen Schuljahr an den jeweiligen Schulen tatsächlich gebildet werden. Angestrebt werde eine "ausgewogene" Klassengröße an allen Schulen, sagte er. Dazu werde versucht, einen Teil der Schüler auf jene Schulen umzulenken, die von den Eltern als Zweit- oder Drittwunsch angegeben wurden. Im Juni soll laut Kultusministerium dann Klarheit darüber herrschen, an welcher Schule welches Kind künftig lernen wird.
Etwas mehr als jeder dritte der knapp 1400 Viertklässler hatte in diesem Jahr eine Empfehlung für den Besuch eines Gymnasiums erhalten. Unter den Chemnitzer höheren Schulen verbuchte das Agricola-Gymnasium mit 40Prozent den größten Zuwachs. Im vergangenen Jahr hatte es die Vorgabe von mindestens 60Anmeldungen noch verfehlt. Am beliebtesten bleibt das Andrégymnasium auf dem Kaßberg, die wenigsten Anmeldungen verzeichnete das Keplergymnasium. Den deutlichsten Rückgang verbuchte das Schmidt-Rottluff-Gymnasium mit fast 30 Prozent. Die Zahl der Anmeldungen dort hat sich damit innerhalb von zwei Jahren mehr als halbiert.
Im Umland verfehlten mit der Einrichtung in Claußnitz sowie der Gerhart-Hauptmann- und der Geschwister-Scholl-Schule in Limbach-Oberfrohna gleich drei Mittelschulen die Marke von 40 Anmeldungen. Den größten Zuwachs verzeichnete mit einem Plus von 17Prozent die Diesterwegschule Burgstädt.


07:50 Uhr
Emma0815: Tja, so was nennt man Wettbewerb. Wer Ordentliches anbietet (Hort, Freizeit- und Sportkurse, ein qualitativ hochwertiges Mittagessen) der bekommt auch mehr Schüler!
23:47 Uhr
Matthias1: Man sollte Zwergschulen konsequenter schließen und die Klassenstärken nicht immer auf Minimalniveau führen. Selbst wenn die Schülermindestzahl erreicht würde, wäre eine solche kleine Klasse ein Luxus, den der Steuerzahler nicht finanzieren muss. Wenn man alte Zöpfe auch mal abschneidet und Klassen richtig füllt, reichen die Lehrer auch aus. Und dann muss am Ende auch kein Kultusminister zurücktreten, der sich vor unbequemen Maßnahmen gedrückt hat.