Schüler der 9. Klasse der Diesterweg-Mittelschule Burgstädt gestalteten mit den Viertklässlern der Goethe-Grundschule ein Klassenfest mit Basteln und vielen Spielen. Dazu gehörte auch ein Eierlauf. Carolin Köhler (Mitte) und Marie-Christin Lerche (vorn rechts) hatten dabei viel Spaß.
Foto: Andreas Truxa
Feste für die künftigen Schüler
Schule wirbt mit besonderen Angeboten
Burgstädt. Bis zur Anmeldung der jetzigen Viertklässler an ihren künftigen Schulen ist nicht mehr viel Zeit. Am 9. März gibt es die Bildungsempfehlungen, dann wird es für Mittelschulen und Gymnasien der Region spannend. Schon jetzt wollen die Lehrer und 245 Schüler der Burgstädter Diesterweg-Mittelschule die Vorzüge der eigenen Schule ins rechte Licht zu rücken. Dazu gehören Veranstaltungen in Grundschulen und ein Schnuppertag. Neuntklässler organisieren zudem im Projektunterricht Feste für die vierten Klassen der Grundschulen in Burgstädt, Taura und Mühlau.
Standort soll gesichert werden
Damit wollen sie auch den Mittelschul-Standort Burgstädt sichern. Mindestens 40 Anmeldungen sind nötig, um im kommenden Schuljahr zwei fünfte Klassen bilden zu können. Bei geringerer Schülerzahl droht langfristig das Aus. Vor zwei Jahren hatte die Schule mit nur 34 Anmeldungen die Mindestschülerzahl verfehlt.
Seither kämpft die Mittelschule um eine bessere Vernetzung mit den Grundschulen der Verwaltungsgemeinschaft. Veranstaltungen wie Sporttage oder Tage der Begegnung sind das Ergebnis. Fachlehrer kooperieren seit 2011 innerhalb der Stadt, um Wissensstand und Anforderungen zu kennen und Schülern den Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule zu erleichtern. Auch die Werbetrommel wird kräftiger gerührt. "Es muss bei dem einen Ausrutscher bleiben", sagt Schulleiter Norbert Fellbrich. Mit 55 Schülern sind die zwei fünften Klassen des Jahrgangs 2011/12 gut besetzt.
Kontaktpflege bleibe trotzdem wichtig. Das neue Unterrichtsprojekt, bei dem Schüler Feste vorbereiten und durchführen, gehört dazu. "Durch den direkten Umgang werden jüngere und ältere Schüler miteinander vertraut", urteilt Romy Petzold. Die 14-Jährige aus Burgstädt hat zu einer Schülergruppe gehört, die mit Viertklässlern der Burgstädter Goethe-Grundschule gefeiert und gebastelt hat. Trotz eines straffen Programms und des Drucks, durch perfekte Organisation eine gute Note erreichen zu wollen, ist sie mit einigen der Kinder ins Gespräch gekommen. "Viele möchten aufs Gymnasium", so Petzold.
Nähe zum Wohnumfeld wichtig
Grundschüler haben ihr aber auch von ihren Wünschen erzählt, künftig in der Nähe ihrer jetzigen Schule und des Wohnumfeldes lernen zu können. Sie wünschen sich Freunde und vertraute Gesichter in der Klasse und ihrer neuen Schule. Maximilian Geyer hat am Imbiss-Stand im Verlaufe der Veranstaltung alle Viertklässler getroffen. "Die Fußballspieler unter ihnen kannte ich bereits, weil ich oft bei Spielen als Schiedsrichter eingesetzt werde", berichtete der 15-Jährige.
Analoge Erfahrungen haben Schüler gemacht, die ein Fest für Grundschüler in Köthensdorf organisiert haben. Speziell für Schüler von Grundschulen aus dem Umkreis und deren Eltern gab es einen Schnuppertag zum Kennenlernen der Einrichtung. 15 Familien aus Wittgensdorf, Hartmannsdorf, Königshain-Wiederau und Lunzenau haben ihn genutzt. Rundgänge durch das Haus und Gespräche über Besonderheiten wie Neigungskurse oder Arbeitsgemeinschaften seien gefragt gewesen. Aus den beiden Burgstädter Grundschulen sowie den Einrichtungen in Mühlau und Köthensdorf rechnet Fellbrich mit 100 Abgängern und hofft, dass viele nach Burgstädt kommen.
Tag der offenen Tür an der Burgstädter Diesterwegschule am 10. März von 10 bis 12 Uhr.


