Mitglieder der Band Reggaekläuse aus der Burgstädter Partnerstadt Ahnatal auf der Bühne am Taurasteinturm. Der deutschsprachige Reggae der Hessen sorgte für eine andere Klangfarbe beim Rockfestival.
Foto: Andreas Truxa
Fünf Bands rocken gegen Gewalt
Im Zeichen von Toleranz unter jungen Leuten stand ein Musikfestival am Samstagabend am Taurasteinturm
Burgstädt. Junge Leute mit unterschiedlichen Musik-Geschmäckern und Lebensweisen gemeinsam Spaß haben lassen - das ist das erklärte Anliegen des Festivals "Rock am Turm", das am Samstagabend zum vierten Mal am Taurasteinturm über die Bühne ging.
Unter dem Motto "Rocken gegen Gewalt" spielten fünf Bands aus Burgstädt, Chemnitz, Ahnatal und Celle und sorgten für ausgelassene, aber friedliche Stimmung beim Publikum, wie Lydia Auerbach vom Veranstalterteam des Jugendclubs Burgstädt berichtete. Auf mehr als 200 schätzte sie die Zahl der Besucher, von denen die meisten im Alter zwischen 16 und 30 gewesen seien. "Ich habe aber auch Zwölfjährige mit Eltern und Großeltern gesehen", so Lydia Auerbach.
Den Auftakt gab in diesem Jahr die junge Burgstädter Band Like Lions at Heart mit ihrer Musik der Hardcore-Spielarten Post-Hardcore und Emocore. Eine völlig andere Klangfarbe steuerten die Reggae- kläuse aus der Burgstädter Partnerstadt Ahnatal in Hessen bei, deren deutschsprachiger Reggae laut Lydia Auerbach beim Publikum gut ankam. Wiederum mit Hardcore, diesmal in den Spielarten Metalcore und Melodic Hardcore, wartete die Burgstädter Band Emeth auf. "Richtig gut abgegangen", so die Mitorganisatorin vom Jugendclub Burgstädt, sei es auch beim Rock von Fritz Pauli aus Chemnitz. Die Sieger der jüngsten Auflage des Bandwettbewerbs "Chemnitz rocken" brachten das Publikum zum Tanzen. Beim Haupt-Act des Abends, Rasta Knast aus Celle in Niedersachsen mit ihrem selbst so bezeichneten Schweden-Punk, habe dann niemand mehr still stehen können.
Als Erfolgsrezept der Veranstaltung bezeichnete Lydia Auerbach die Tatsache, dass den jungen Besuchern vom Jugendclub nichts Fertiges vorgesetzt werde, sondern sie von Anfang an in die Vorbereitungen einbezogen würden. Angefangen von den beteiligten Bands bis hin zu den Mitgliedern der Jungen Gemeinde der Kirche würden viele Burgstädter Jugendliche an der Planung, Organisation und Durchführung des Festivals mitwirken. "Sie bringen beispielsweise ihre Ideen für die Musik, die Gestaltung des Festgeländes und die Plakate ein", erklärt Lydia Auerbach.
Der Jugendclub kümmere sich vor allem um die Genehmigungen und die Finanzierung des Festivals, das mit Geld vom Lokalen Aktionsplan des Landkreises Mittelsachsen für Toleranz und Demokratieentwicklung gefördert wird. Mit diesem Aktionsplan will der Landkreis die lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus unterstützen. Das Festival "Rock am Turm" richte sich aber gegen Gewalt aus jeder Richtung, so Lydia Auerbach.


