Eisläufer auf dem Schloßteich Viele Chemnitzer nehmen derzeit zugefrorene Seen wie den Schloßteich in Beschlag. Bis Dienstag war dies verboten, ab sofort erlaubt die Stadtverwaltung den Freizeitspaß laut OB Barbara Ludwig offiziell.

Foto: Haertelpress

Rathaus hebt Eislauf-Verbot in Chemnitz auf

Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Seen wie dem Schloßteich wird nun doch erlaubt

Chemnitz. Die Rathausspitze reagiert auf die heftige Kritik vieler Chemnitzer, die ihr Eislauf-Verbot auf Seen und Flüssen ausgelöst hatte: "Es wurde und wird nicht kontrolliert. Schlittschuhfahren wird auf eigene Gefahr erlaubt", sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig am Dienstag auf "Freie Presse"-Anfrage und korrigierte damit eine anders lautende Auskunft der Verwaltung aus der Vorwoche. Zugleich entschuldigte sich das Stadtoberhaupt für den Ärger, den die Aussage der Verwaltung ausgelöst hatte, man könne Verstöße gegen das Eislauf-Verbot in Einzelfällen mit Geldstrafen bis zu 100 Euro ahnden. Diese Ankündigung sei auf eine überholte Passage in der städtischen Grünflächensatzung zurückzuführen. "Dies werden wir nun überarbeiten", kündigte die OB an.

Empfohlen werde das Eislaufen auf zugefrorenen Gewässern allerdings nicht. Man werde aus haftungsrechtlichen Gründen keine entsprechende Aussage machen, schränkte Bürgermeister Miko Runkel ein. "Wir wollen nicht zum Leichtsinn aufrufen." Allerdings müsse es in der Stadt der Eiskunstlauf-Weltmeister selbstverständlich möglich sein, dass die Menschen auf eigene Gefahr aufs zugefrorene Eis dürfen, betonte Ludwig.

Angesichts steigender Temperaturen und der Sorge um die dünner werdende Eisdecke wächst indes die Forderung, auch in Chemnitz Kunsteisbahnen anzulegen, wie sie in Umland-Orten wie Flöha und Frankenberg derzeit aus dem Boden schießen. Tourismusdirektorin Franziska Herzig findet diese Möglichkeit durchaus attraktiv. Dafür fehle ihrer Abteilung allerdings Personal. "Die CWE hat keine Möglichkeit, eine Spritzeisfläche zu stemmen. Ich würde mir einen privaten Betreiber wünschen." Anfragen von Unternehmern für eine Genehmigung liegen der Stadt allerdings nicht vor. Pressesprecherin Katja Uhlemann verweist stattdessen auf die Eisbahn im Küchwald-Stadion.

Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Leipzig. Die Stadt hat Anfang Februar drei Spritzeisflächen errichtet, um Ersatz für das Eislaufen auf zugefroren Seen zu bieten. In Leipzig verbietet das die Polizeiordnung. "Die Leute können das Eis auf den Seen nicht einschätzen", sagt Pressesprecher Gerald Biehl. Der Entschluss für eine Spritzeisfläche sei morgens im zuständigen Dezernat gefallen und um 14 Uhr sei die erste Fläche berieselt gewesen. Bei minus 8Grad konnten die ersten Eisläufer abends die Fläche nutzen.

 
erschienen am 14.02.2012 ( Von Grit Baldauf und timo Stukenberg )
 
Kommentare
2
(Anmeldung erforderlich)
  • 15.02.2012
    12:26 Uhr

    Emma0815: Was für Spaß?
    Jetzt gibts Tauwetter.

    0 0
     
  • 15.02.2012
    02:22 Uhr

    Flashback2012: :) na endlich kann der Spass los gehen...

    0 0
     

 
 
 
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