Muskelkraft ist in der Gondelstation am Schlossteich derzeit auch beim Wasserschöpfen gefragt. Ilias Papas hat gut zu tun, um die 26 Boote, die täglich 10 bis 20 Uhr auszuleihen sind, trocken zu halten.
Foto: Andreas Seidel
Schnupfenwetter statt Tropensommer in Chemnitz
Mit Kuscheldecke, warmem Tee und Durchhaltevermögen trotzen Kinobetreiber und Gastronomen Petrus' Launen
Chemnitz. Regen und niedrige Temperaturen machen Freiluftveranstaltern in diesem Sommer das Leben schwer. "Wir merken das", bekannte Viktoria Franke, die Sprecherin der Chemnitzer Filmnächte am Theaterplatz, am Dienstag. "Wer hat Lust, sich mit dicken Wintersachen rauszusetzen?", fragt sie. Gemessen am schlechten Wetter und der noch jungen Tradition, sei das Ergebnis von bislang gut 3800 Besuchern jedoch gut, sagt sie. Für die Gäste gibt es Kuscheldecken und warme Getränke, ein Teil der etwa 1000 Plätze ist überdacht. Und für die Dirty-Dancing-Party am Samstag ist eine Schlechtwetteralternative vorbereitet: Nach dem Film, der ab 21.30Uhr im Freiluftkino zu sehen ist, beginnt die Tanzparty danach wind- und wettersicher im Saal des Chemnitzer Hofes.
Dass die Chemnitzer derzeit weniger Lust zum Feiern haben, spürt auch René Schuster, der Organisator des Fabriksommers in der Schönherrfabrik. "Doch für das Wetter kann niemand", fügt der Inhaber der Chemnitzer Agentur Event und Regie hinzu. Immerhin: Zwar mussten insbesondere wegen Unwetterwarnungen Angebote abgesagt werden. "Glück hatten wir aber bei den öffentlichen Fußballübertragungen zur EM und bei den Firmenveranstaltungen." Schuster hofft auf einen besseren Sommer 2013, denn: "Auf einen schlechten Sommer folgt bekanntlich immer ein guter."
Auch am Chemnitz-Uferstrand macht man das Beste aus der Situation, so Barchefin Sarah Seltmann: "Da müssen wir die Palmen wenigstens nicht gießen." Die zehntägigen Filmnächte, die bereits vorbei sind, hätten trotz Schnupfenwetters vor allem viele Jugendliche besucht und es sich bei freiem Eintritt, im Liegestuhl mit Decke und warmem Tee gut gehen lassen. Heizpilze seien nicht in Betrieb. - "Die sparen wir uns fürs Winterdorf auf", sagt Seltmann. Derzeit laufen am Uferstrand, der täglich ab 10 Uhr geöffnet ist, die Vorbereitungen für das Oktoberfest ab 14. September.
Mit Wein- und Stadtfest stehen auch für die City-Gastronomen zwei wichtige Termine im Sommer-Kalender. Bei André Donath (Café Moskau, Turmbrauhaus) schlagen zwei Herzen in der Brust: "Das schlechte Wetter ist fürs Moskau mit 200 Innen-, 50 Außenplätzen und vielen Billardtischen gut. Die 400 Außenplätze am Turmbrauhaus sind aber nur wenig belegt." Zwar böten Zehn-Meter-Schirme Schutz. "Doch natürlich führt das unangenehme Wetter nicht zu einem Stimmungshoch", sagt Donath. Allerdings: "Wenn das Wetter schön ist, kommen die Leute sofort wieder."


15:57 Uhr
unwichtig: Die gute Nachricht: Ab Montag soll ein Blitzsömmerchen in Sicht sein - leider, so Wetterexperte Dominik Jung, nur von kurzer Dauer. Immerhin besser als gar nichts, freuen wir uns doch auf diese schöne Sommersonnenwoche und machen daraus das Beste. :-)
13:44 Uhr
wundesknie: ihr seit wohl der meinung woanders im sächsischen ist das wertter wie am mittelmeer ??? pustekuchen hier regnet es überall und die temperaturen sind schon spät-herbstlich.
leider !!!