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Dieses Foto, das Philipp Götzelt mit dem Smartphone aufgenommen hat, wurde von Medien weltweit weiterverbreitet.

Foto: Philipp Götzelt/dpa Bild 1 / 2

Sein Foto ging um die Welt

Der Chemnitzer Hauptbahnhof lieferte das Bildmotiv zur Cyber-Attacke auf Zehntausende Computer. Entstanden ist es eher aus Schadenfreude.

Von Michael Brandenburg
erschienen am 18.05.2017

Weltweit ist wohl kein Foto in den vergangenen Tagen häufiger zur Illustration der jüngsten Cyber-Attacke auf Zehntausende Windows-Computer verwendet worden als eine Aufnahme aus dem Chemnitzer Hauptbahnhof. Sie zeigt einen großen Monitor mit Abfahrtszeiten, auf dem sich das Fenster mit der Warnung geöffnet hat: "Ooops, Ihre Dateien wurden verschlüsselt". Von Lokalzeitungen bis zu überregionalen Magazinen, von Fernseh- und Rundfunksendern bis zu Nachrichtenagenturen verbreiteten Medien auf dem Globus, darunter in den USA, in Kanada und im Karibik-Inselstaat Barbados, meist online das Bild mit der Autorenzeile "P. Götzelt/DPA".

Dahinter verbirgt sich kein Profifotograf der Deutschen Presseagentur, sondern der Chemnitzer Fachinformatiker Philipp Götzelt. "Ich kam gerade von meiner Oma am Brühl und wollte im Hauptbahnhof noch schnell was essen", erinnert sich der 31-Jährige an den vergangenen Freitagabend. Gegen 22 Uhr hatte er auf den Anzeigetafeln mit den Abfahrtszeiten der Züge das rot-weiße Warn-Fenster gesehen, welches er von seiner Arbeit als Administrator für das Unternehmensnetzwerk der Chemnitzer Softwarefirma ARC Solutions schon seit einiger Zeit nur zu gut kennt. "Jetzt hat es also auch die Bahn erwischt", sagte er sich und gibt zu, dass Schadenfreude mitspielte, als er zum Smartphone griff, um ein Foto zu machen.

Auf die Idee, die Aufnahme zur Veröffentlichung anzubieten und damit Geld zu verdienen, sei er gar nicht gekommen. "Ich habe das Foto nur per Twitter an einen Kollegen geschickt und es gleichzeitig bei Facebook gepostet, weil ich es so lustig fand", berichtet Götzelt. Der Kollege habe es dann auch im Twitter-Netzwerk veröffentlicht, wo es offenbar von Mitarbeitern der Nachrichtenagentur entdeckt wurde. "Als DPA bei ihm anfragte, ob sie das Foto verwenden dürfen, hat er sie an mich weiterverwiesen", so Götzelt. Er habe der Veröffentlichung sofort zugestimmt, ohne dabei an Geld zu denken. "Ich hätte auch auf Honorar verzichtet", sagt der 31-Jährige. Erhalten habe er schließlich 25 Euro. Auch die weltweite Verbreitung seiner Aufnahme lasse ihn eher kalt: "Das habe ich nicht weiter verfolgt."

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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  • 18.05.2017
    16:09 Uhr

    Olbernhauer: Ich hoffe doch es hat für Olbernhau zu mehr Aufmerksamkeit geführt.

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