Das neue CFC-Stadion in einem ersten Entwurf. Das neue CFC-Stadion in einem ersten Entwurf.

Foto: Archiv

Stadt Chemnitz wird Eigentümerin des neuen CFC-Stadions

Bürgervertretung genehmigt Verträge für Großprojekt

Chemnitz. Die vertraglichen Eckpfeiler für den Neubau des CFC-Stadions an der Gellertstraße stehen seit Mittwochnachmittag fest: Die Stadt wird selbst Bauherrin und später Eigentümerin der Arena, die städtische Wohnungsgesellschaft GGG besorgt den Bankkredit und kümmert sich um die Ausführung des Baus, und der Chemnitzer Fußballclub pachtet das Stadion für mindestens 180.000 Euro jährlich von der Kommune. Zudem muss der Verein für alle Kosten zur Betreibung der Anlage aufkommen - rund 700.000 Euro pro Jahr.

Der Stadtrat hat die Details der Vertragsbeziehungen zwischen Kommune und GGG sowie zwischen Kommune und CFC mit deutlicher Mehrheit bestätigt. 30 Räte stimmten zu, 15 votierten dagegen, 6 enthielten sich. Während die Fraktionen von CDU, SPD und Pro Chemnitz den Verwaltungsvorschlag nahezu geschlossen befürworteten, kam vor allem Ablehnung aus den Reihen von Bündnis 90/Die Grünen sowie von Teilen der FDP und der Linken. Drei Ratsmitglieder hatten vor der Beschlussfassung ihre Befangenheit erklärt und an der Abstimmung nicht teilgenommen.

Grünen-Fraktions-Chef Thomas Lehmann war es auch, der grundsätzliche Zweifel an den Verträgen äußerte. "Diese Vorlage steht im Widerspruch zum Stadion-Grundsatzbeschluss vom November vergangenen Jahres", sagte er. Damit spielte er auf den Umstand an, dass eigentlich die GGG als Stadion-Bauherrin auftreten sollte, diese Aufgabe nun aber die Stadt übernimmt. Nach "Freie Presse"-Informationen hatte das Sächsische Innenministerium die ursprünglich geplante Konstruktion mit Verweis auf die fehlende Ausschreibung abgelehnt.

Wie auch Lehmann kritisierte Almut-Friederike Patt (CDU) grundsätzlich den Neubau des Stadions. "Wir können das den Bürgern unserer Stadt nicht zumuten", sagte sie und verwies auf die Sparbeschlüsse von Anfang Juli. Damals hatte der Stadtrat noch einmal Kürzungen in Höhe von 15 Millionen Euro bestätigen müssen.

Dagegen warben Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, CDU-Ratsmitglied Gerhard Schultz und SPD-Rat Detlev Müller für das Projekt. "Das ist eine Investition in den Chemnitzer Sport", erklärte Ludwig. Müller hingegen erklärte, ihm sei wichtig, dass die Baukosten begrenzt sind. "Wir wissen schon heute", sagte er, "dass wir nicht mehr als 25 Millionen Euro ausgeben werden."

 

 
Seite 1 von 2
Stadt Chemnitz wird Eigentümerin des neuen CFC-Stadions
Kommentar: Weg frei für den Hürdenlauf
 
erschienen am 18.07.2012 (Von Swen Uhlig)
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
13
(Anmeldung erforderlich)
  • 19.07.2012
    17:10 Uhr

    fuxx: @meinemeinung:

    .."Das Lebensniveau sinkt, weil die Stadt für die Schulden andere Gelder dafür benötigt und diese werden aus allen
    Bereichen abgezweigt."..

    Das bedeutet im Umkehrschluss, dass mit jeder Ausgabe durch die Stadt die Lebensqualität sinkt, schließlich muss ja alles bezahlt werden? Das ist doch Quatsch. Schließlich schaffen wir für jede Ausgabe ja etwas an oder lassen eine Leistung durchführen.

    Ihr Argument bedeutet nur, dass verschiedene Interessen gegeneinander ausgespielt werden sollen. Weil sie nahelegen, dass wegen dem Stadion u.a. jetzt andere kürzer treten müssen. Aber vielleicht kommt es in einer Großstadt auch mal darauf an, einen Mix an Leistungen zu erbringen, der sich an alle Bürger richtet?

    Das Stadion zu nehmen um Nachteile für andere zu beklagen (die noch nichtmal belegt werden), das ist unsachlich.

    2 4
     
  • 19.07.2012
    16:23 Uhr

    Ballfreund: Danke, schnellleserin! Mögen all diese guten Wünsche in Erfüllung gehen! Ganz im Sinne unserer Stadt!

    2 4
     
  • 19.07.2012
    16:23 Uhr

    KCer: Das Gejammere dieser Anti-Stadion-Bedenkenträger ist unerträglich. Wo ward ihr denn beim Beschluß zum Umbau Stadthalle: 15 Mio, wo beim Beschluß zum Umbau Tietz, Schocken: je 30 Mio? Das hat euch Kleinkrämer doch auch nicht gestört. Und das jedes Jahr 50 Mio in städtischen Kultureinrichtungen versickern, interessiert euch auch nicht. Vielleicht würden da 48 Mio auch reichen?

    3 6
     
  • 19.07.2012
    16:13 Uhr

    Jothade: ... "Ansonsten hätten wir am Falkeplatz noch eine Brückenmaut erheben müssen!" ...

    Wie sagen die immer im Fernsehen bei der "Ergo-Werbung"?
    ABER DIE IDEE IST GUT!
    Kann man ja mal in den Stadtrat als Vorschlag für eine neue kommunale Steuer einbringen *feix*

    Wie Du siehst, lieber Murmelliebhaber, versuche ich selbst aus diesem Gedanken noch etwas herauszuholen!

    0 0
     
  • 19.07.2012
    15:57 Uhr

    gelöschter Nutzer: Zu fuxx:acals Ich gehe davon aus, dass Sie ein Anhänger des CFC sind. Ihre Antworten auf die von Ihnen angeführten Kommentatoren lassen diesen Schluss zu. Ich antworte Ihnen aber nur auf meinemeinung:
    Das Lebensniveau sinkt, weil die Stadt für die Schulden andere Gelder dafür benötigt und diese werden aus allen
    Bereichen abgezweigt. Ich habe geschrieben, dass
    nicht nur das Stadion der Verursacher ist. Wenn man schon
    Kritik äußert, dann bitte sachlich.

    4 3
     

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Wetteraussichten für Chemnitz
Do

13 °C
Fr

10 °C
Sa

10 °C
So

13 °C
Mo

°C
präsentiert von
Ärztliche Notdienste

Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiter lesen
 
 
Freie Presse vor Ort

09111 Chemnitz
Brückenstraße 15
Telefon: 0371 656-12101


Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 9.00 - 18.00 Uhr, Sa. 9.00 - 11.30 Uhr

weiter lesen
 
Freien Presse Immobilien

Immobilienangebote für Chemnitz und Umgebung

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Chemnitz

Immobilienportal

► Mietangebote

► Kaufangebote

 
Unsere Partner
aok
chursächsische
 
 
 
 
 
 
 
Blumen versenden

Traumhafte Frühlingszeit

Machen Sie einem lieben Menschen eine Freude und überraschen Sie ihn mit schönen Frühlingsblumen.

weiter lesen