Urs, das Ursonbaby aus dem Limbacher Tierpark, ist zehn Wochen alt und soll in zwei bis drei Wochen den Besuchern gezeigt werden.
Foto: Jacqueline Meurer
Urson-Nachwuchs im Tierpark: Urs und Fitzi sollen zusammenziehen
Kleiner Baumstachler ist der Liebling der Pfleger
Limbach-Oberfrohna. Mit seinen schwarzen Kulleraugen, dem zotteligen Fell und dem leisen Fiepen ist er der Star bei den Pflegern im Limbacher Tierpark. Das Ursonbaby Urs ist jetzt zehn Wochen alt und wird derzeit von Menschenhand aufgezogen. Seine Mutter war kurz nach seiner Geburt gestorben und seitdem kümmert sich täglich eine Tierpflegerin um sein Wohlergehen.
Urs lebt momentan noch allein in einem für die Besucher nicht zugänglichen Raum. "Er muss erst selbstständig werden und soll mit Artgenossen zusammenkommen, bevor wir ihn den Besuchern zeigen", sagte Klaus Eulenberger, Vorsitzender des Tierpark-Fördervereins. In zwei bis drei Wochen wolle er das Experiment wagen und Urs zu seiner derzeitigen "Zimmernachbarin" Fitzi, einem etwa ein Jahr alten Ursonweibchen, setzen.
Zweimal am Tag Milch und eine Palette an buntem Gemüse und Obst, das steht auf dem Speiseplan des Urson-Nachwuchses. "Zur Zahnpflege und weil ihm das Knabbern so einen Spaß macht, bekommt Urs auch hin und wieder Zweige und Rinden", erklärt Tierpflegerin Franziska Schulze. Sie beschäftige sich jede freie Minute mit dem Tierkind. "Er ist sehr verspielt, dazu anhänglich und einfach süß", sagt sie. Außerdem registriere der kleine Nager das Pflegepersonal und folge ihm bei Freilauf auf Schritt und Tritt. "Manchmal lassen wir ihn auf der Wiese herumtollen, da kommt er sofort, wenn man ihn ruft", erzählt die Tierpflegerin. Da Ursons zwar gut klettern, aber nicht so schnell laufen könnten, gebe es auch keine Gefahr, dass Urs ausreißt.
Von alledem ist Urs im Limbacher Tierpark aber weit entfernt. Der quirlige Vierbeiner begrüßt seine Gäste mit einem sanften Beschnuppern und leisen Fiepgeräuschen. Sein Vater Ole, der in einem Außengehege des Zoos lebt, hat allerdings kein Interesse an dem Sprössling, so Eulenberger. "Ursons sind Einzelgänger. Die männlichen Tiere kümmert der Nachwuchs nicht."
Nachwuchs gibt es im Tierpark auch bei den Stinktieren. "Gemerkt haben wir das, als vor etwa fünf Wochen das Weibchen ihrem Männchen verboten hat, die gemeinsame Höhle zu betreten", erzählt Klaus Eulenberger. Das sei ein eindeutiges Indiz dafür, dass im Bau Junge sind.

