Warema-Mitarbeiterin Daniela Tóth Warema-Mitarbeiterin Daniela Tóth an einer der ersten Produktionsanlagen, die in der neu gebauten Fertigungshalle in Limbach-Oberfrohna laufen.

Foto: Andreas Seidel

Warema bezieht neue Produktionsfläche

Neue Fertigungshalle soll ab März in Betrieb gehen

Limbach-Oberfrohna. 11.000 Quadratmeter, also fast zwei Fußballfelder groß, misst der neue Anbau des Sonnenschutzherstellers Warema. Während derzeit Elektriker auf Hebebühnen die Lichtanlagen an der Decke anbringen, werden unten die ersten Maschinen installiert. Bis März soll der Umzug fertig sein. Vor allem die Anlagen aus den bis Jahresende gemieteten Hallen im Umkreis sollen zukünftig im neuen Anbau stehen - um Transportwege zu sparen. Außerdem soll die Technik besser angeordnet werden, um die Produktionsabläufe zu optimieren, begründet die kaufmännische Leiterin Annemarlen Giesbrecht den Schritt.

Insgesamt 20 Millionen Euro hat das Marktheidenfelder Familienunternehmer in seinen Limbach-Oberfrohnaer Standort investiert. 15 Millionen Euro davon hat die neue Halle gekostet, weitere etwa fünf Millionen Euro sollen im kommenden Jahr für neue Maschinen ausgegeben werden, sagt die Limbacherin.

Auch die Zahl der Mitarbeiter soll langfristig weiter erhöht werden. Im vergangenen Jahr wurden bereits 54 zusätzliche Kräfte eingestellt, damit stieg die Mitarbeiterzahl auf insgesamt 337. Im kommenden Jahr sollen vorerst die 20 Leiharbeiter übernommen werden.

Obwohl für einen Großteil der Tätigkeiten auch Ungelernte infrage kämen, gebe es trotzdem Probleme, passende Mitarbeiter zu finden, so Giesbrecht. Um die Situation zu verbessern, habe Warema ein Projekt mit einem Bildungsträger aus Chemnitz gestartet. Für die speziellen handwerklichen Anforderungen und die Maschinenarbeit würden dort gezielt Leute vom Arbeitsamt geschult, erklärt die kaufmännische Leiterin. Außerdem laufe ein Programm für allein erziehende Mütter, damit diese Arbeit und Erziehung miteinander in Einklang bringen könnten. Denn Frauen seien in der Produktion besonders gefragt - unter anderem deshalb, weil die meisten Handgriffe viel Geschick benötigten, so Giesbrecht. 59 Prozent der Angestellten bei Warema sind weiblich.

Das Unternehmen will auch die Infrastruktur verbessern. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Produktion um 4.30 Uhr startet und bis nachts läuft, gebe es keine Busverbindung von Chemnitz oder aus anderen Städten im Umland, betont die kaufmännische Leiterin. Deshalb werde gemeinsam mit anderen Unternehmen geprüft, ob man eine Art Schichtbus entwickeln könne.

Warema schaut auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Zwar könne sie genaue Umsatzzahlen von 2011 erst im nächsten Frühjahr bekannt geben, so Pressesprecherin Lilli Heyer. Sie ergänzt allerdings: "Wir konnten wieder wachsen." Im Jahr 2010 erwirtschaftet das Unternehmen insgesamt 329 Millionen Euro Umsatz.

 
erschienen am 28.11.2011 ( Von Christian Mathea )
 
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