Wehren sehen sich für Notfälle auf A 72 gerüstet
Neue Autobahn von Chemnitz nach Leipzig nimmt mehr und mehr Gestalt an
Limbach-Oberfrohna. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es auf den deutschen Autobahnen pro Tag im Schnitt an die 50 Unfälle. Oftmals werden nicht nur Notarzt, Rettungsdienst und Polizei zum Unglücksort gerufen, sondern auch die Feuerwehr. Doch sind die Wehren auch mit der notwendigen Technik ausgerüstet?
"Die Ortsfeuerwehr Limbach ist auf der A 72 auf den Abschnitten zwischen Röhrsdorf und Hartmannsdorf sowohl in Richtung Leipzig als auch nach Chemnitz ins Rettungskonzept einbezogen. Diese beiden Auffahrten sind von Limbach-Oberfrohna aus am schnellsten zu erreichen", erklärt Thomas Luderer, Stadtwehrleiter von Limbach-Oberfrohna. Im vergangenen Jahr musste man nicht zur Autobahn ausrücken. "Den letzten Einsatz hatten wir auf der A 72 im Dezember 2010", ergänzt Luderer.
Modernes Fahrzeug vorhanden
Aufgrund der Einsätze auf der Autobahn habe man bereits 2003 ein modernes Tanklöschfahrzeug bekommen. "Das hängt damit zusammen, dass wir seit dieser Zeit für den Abschnitt der A 4 zwischen Limbach-Oberfrohna und Wüstenbrand mit verantwortlich sind", so Luderer. Das moderne Fahrzeug verfüge über einen hydraulischen Rettungssatz wie Schere oder Spreizer. "Diese werden zur Rettung und Bergung von Menschen eingesetzt", sagt der Stadtwehrleiter. Darüber hinaus besitzt das Fahrzeug ein Rettungsgerüst. "Mit diesem können wir schnell auf eine bestimmte Höhe kommen. Das ist bei Lkw-Unfällen notwendig, weil die Türen dort höher als bei einem Pkw liegen", betont Luderer.
Keine Einsätze im Vorjahr
Für die Mitglieder der Mühlauer Feuerwehr gab es im vergangenen Jahr ebenso keine Einsätze auf dem neuen Teilabschnitt der A 72. "Wir sind aber gut gerüstet, falls wir gebraucht werden", sagt Mühlaus Wehrleiter Jörg Voigt. So habe man einen neuen Rüstwagen bekommen. "Das ist ein Fahrzeug mit umfangreichem Werkzeug und Spezialgerät, mit dem verletzte Personen bei Verkehrsunfällen befreit werden. Zudem ist es möglich, umweltschädigende Substanzen aufzufangen sowie Einsatzstellen auszuleuchten", so Voigt. Das Fahrzeug kostete nahezu 300.000 Euro, wurde aber zu 75 Prozent durch den Landkreis Mittelsachsen gefördert. "Aufgrund dieser modernen Technik sind wir nicht nur auf dem Abschnitt der A 72 in Mühlau verantwortlich, sondern unser Einsatzgebiet reicht bis nach Narsdorf", erklärt der Wehrleiter.
Nicht auszurücken bei Unfällen auf der A 72 brauchen die Mitglieder der Feuerwehr Niederfrohna. "Obwohl wir eine Abfahrt haben, sind wir nicht in die Planung einbezogen worden", sagt Wehrleiter Harald Ring. Das hänge sicher damit zusammen, dass Niederfrohna an der Kreisgrenze Zwickau-Mittelsachsen liege. "Von der Technik her wären wir aber gerüstet. Wir verfügen über ein modernes hydraulisches Rettungsgerät", betont Ring.
"Wir sind auf mögliche Einsätze gut vorbereitet", sagt auch Penigs Gemeindewehrleiter Thomas Cramer. Die Stadt Penig habe seit 2010 insgesamt 371.500 Euro für die Feuerwehren ausgegeben.


