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Wo in Chemnitz künftig kostenlos geparkt werden kann

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erntet für ihren Vorstoß zum Gratisparken am Wochenende in der Innenstadt von den Ratsfraktionen keinen Applaus - zumal die Stadt durch den auf ein Jahr angelegten ...

erschienen am 19.02.2015

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Kommentare
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  • 19.02.2015
    20:56 Uhr

    cspangemann: Um in die Diskussion einsteigen zu können, brauchen wir sicher ein paar Fakten, auf welche sicher auch die Oberbürgermeisterin aufbaut. In Chemnitz besitzen viele Lebensgemeinschaften 2 Fahrzeuge. Der Gedanke, nicht zu jeder Zeit an jeden beliebigen Ort kommen zu können, bereitet vielen Angst und Schrecken - das hat sich leider so entwickelt und eingespielt. Eher typisch für den ländlichen Bereich, aber in der Großstadt Chemnitz ebenfalls stark verbreitet, leider. Dieser eher unökologische Gedanke wird weiter gefördert - mit dem PKW von Ost nach West durchs Zentrum in 20 Minuten, das ist in der Regel kein Problem. Das Straßennetz ist verbreitet gut ausgebaut (die Annaberger lasse ich jetzt mal weg), einen Stellplatz findet man eigentlich auch fast immer.

    In Erfurt z.B. ist die ganze Innenstadtzone vom PKW-Verkehr befreit. Dort dürfen nur Straßenbahnen oder evtl. mal ein Bus unterwegs sein. Wer in Zentrumsnähe in einem der wenigen Parkhäuser unterkommen will, der bezahlt richtig Geld. Alternativ kann man sich auch einen Parkplatz am Stadtrand suchen und die P+R-Angebote nutzen - in der Tat deutlich günstiger. Die Innenstadt wirkt aber trotzdem sehr lebendig. In Berlin wird man pro Tag mit 30,00 EUR zur Kasse gebeten, wenn das Fahrzeug in der Nähe des Brandenburger Tors oder der Friedrichstraße geparkt werden soll.

    Was ist nun das richtige Konzept für Chemnitz? Meiner Meinung nach geben noch immer die Einkaufszentren am Stadtrand den Ton an. Dort kann man schon seit langer Zeit kostenfrei parken, auch wenn es Tage gibt, wo man sich dank der mittlerweile sehr frei gelebten Parkkultur u.a. in Zufahrten sehr weit weg wünscht. Die Vielfalt und Zentralisierung verschiedener Fachgeschäfte auf einem Niveau des Chemnitz Centers, gepaart mit Imbissen und Restaurants, kann die Innenstadt im Moment nur schwer ersetzen. Warum weitläufig und ggf. durch den Regen spazieren, wenn meine Einkaufsziele auch kurzläufig und überdacht erreicht werden können?

    Warum überhaupt in die Chemnitzer Innenstadt gehen? Mal gepflegt zum Abendessen - wo bitte? Im Alex, Brazil oder Vapiano? Nicht doch: Jeder kennt die wirklich guten Restaurants, welche allerdings selten im Zentrum zu finden sind. Bleiben also tatsächlich nur noch Kino oder Stadthalle - und das ist ein bisschen wenig. Und selbst wenn: Parken kann man bequem im Parkhaus und das Kino übernimmt freundlicherweise sogar einen Großteil der Kosten.

    Es ist ein Experiment, aber auch ich sage, dass es eher den Bewohnern im Zentrum helfen wird, ihren Wochenendgästen einen Dauerparkplatz zu bieten oder endlich einen guten Stellplatz für ihren Zweitwagen zu finden. Ein besserer Anreiz wären aus meiner Sicht vergünstigte Wochenend-Nahverkehrstickets mit kleinen Aufmerskamkeiten, z.B. ein Gratis-Getränk im Alex, eine Gratis-Fünf-Minuten-Massage, 2 Teller Nudeln im Vapiano zum Preis von einem usw. Das zieht immer. Leider ist es aber schwer, so eine Ausgabe rechtfertigend aus öffentlichen Geldern zu finanzieren. Wir brauchen mehr Beziehungen zwischen Wirtschaft und Verwaltung, um so etwas zu stemmen.

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  • 19.02.2015
    16:35 Uhr

    Pixelghost: "Eine attraktive Innenstadt mit vielen schönen Geschäften und Restaurants und möglichst wenig Autos."
    Das ist ein Widerspruch in sich.

    Geschäfte und Restaurants funktionieren nur, wenn man dort mit dem Fahrzeug hinfahren kann, möglichst bist vor die Tür. Denn welcher Q7-Besitzer möchte seinen Wohlstandshobel irgendwo in Jahnsdorf auf einem Parkplatz der Bahn abstellen. Schließlich muss er das Teil massenwirksam durch die Fußgängerzone pilotieren. Und die Beifahrerin kann doch nicht mit Highheels und die Erzgebirgsbahn. Wo kommen wir denn dahin.

    Aber mal im Ernst: das passiert dann weiterhin. Zum Beispiel die Kinobesucher im Roten Turm. Die fahren dann nicht mehr in das Parkhaus, sondern stellen sich draußen auf kostenlose Parkplätze. Der Parkhausbetreiber erhöht die Gebühren, weil er was einnehmen will und vielleicht noch was abzuzahlen hat. Das bedeutet wiederum, dass diejenigen die im Roten Turm einen größeren Einkauf tätigen wollen draufzahlen damit andere draußen kostenlos parken.

    0 3
     
  • 19.02.2015
    14:38 Uhr

    KaKa: Förderung und Ausbau des Nahverkehrs (kostenloses park and ride) und Fertigstellung des Südrings würde dieser Stadt sicher weiter helfen! Das Klientel was bei den Parkgebühren sparen will, bringt bestimmt nicht den gewünschten Umsatz in den Geschäften. Ich wünsche mir eine attraktive Innenstadt mit schönen Geschäften, Restaurants und möglichst wenig Autos! Im Augenblick sind wir davon weit entfernt und gefühlt ging die Entwicklung in den letzten Jahren leider in die falsche Richtung!

    0 1
     
  • 19.02.2015
    11:48 Uhr

    Pixelghost: Was wil die Stadt nun eigentlich? Am besten keine Leute in der Innenstadt - so wie jetzt - oder viele Leute die mit ihren Fahrzeugen Abgase und Feinstaub produzieren. Denn spätestens ab Samstagnachmittag kann man in der Stadt fotografieren, ohne dass einem jemand durch's Bild läuft. Sonntags ist erst recht tote Hose.

    Derjenige der hier wohnt und jeden Tag zur Arbeit muss soll am besten mit der CVAG fahren und die Stadthallenbesucher oder Theaterbesucher sollen kostenlos parken dürfen. Denn darum geht es doch in Wirklichkeit, oder?

    Denn wenn ich z.Bsp. im Saturn weiße Ware einkaufen will, muss ich sowieso mit dem Fahrzeug in das Parkhaus bzw. zumindest an die Ausgabe fahren. Dann stelle ich das Fahrzeug nicht am Nischel ab.

    Belebung der Innenstadt. Da lach' ich mich doch schlapp. Das hätte man vor 20 Jahren anfangen müssen, als man in der Innenstadt noch Geschäfte hätte halten können. Aber da mussten ja die EKZtren auf der Wiese gebaut werden. Der Einzelhändler wurde platt gemacht.

    Und dann könnten die Betreiber der Parkhäuser auch was dafür tun, indem sie die Gebühren senken. Aber der Einkäufer in der Galerie Roter Turm interessiert ja gar nicht, sondern der Stadtbesucher der nach Schließung der Geschäfte angekutscht kommt. Und wo will der hin? Na in die Stadthalle oder in's Theater. Was anderes hat doch nicht mehr auf.

    PS:
    Eine ökologische Verkehrspolitik hat diese Stadt doch noch nie betrieben. Denn wer auf das Auto angewiesen ist und die Annaberger Straße befahren muss bemerkt schnell, das man eigentlich an jeder Ampel gestoppt wird. Das ständige Anfahren belastet die Umwelt beträchtlich.

    Ich frage mich nämlich jeden Morgen, warum man an der Erdmannsdorfer Straße gestoppt wird, obwohl von keiner Seite Fahrzeuge kommen beide Linksabbiegerspuren seit Jahren gesperrt sind.
    Neuerdings muss man auch nach dem Überqueren des Innenstadtrings an der Schadestraße halten, weil die Ampel auf ROT wechselt, sobald man am Innenstadtring GRÜN bekommt. Als 8. an der Kreuzung kommt man dann nicht mehr über den Innenstadtring - Danke liebe Verkehrsplaner.

    Mir muss auch keiner mit dem Argument kommen, dass ich ja die CVAG nutzen könnte. Dann setze ich mich in Zukunft in meiner Bereitschaft in den Bus. Mal sehen, wie lange das El Chefe mitmacht.

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  • 19.02.2015
    09:50 Uhr

    PeKa: Noch interessanter finde ich den Vorstoß von der VoSi, einen kostenlosen Nahverkehr zu testen. Dazu gibt es gute Vorbilder. Ein Beispiel ist die belgische Stadt Hasselt. Dort lesen wir unter

    http://de.wikipedia.org/wiki/Personennahverkehr_in_Hasselt

    "In rund 15 Jahren verdreifachten sich der Umsatz und die Arbeitsplätze in der Innenstadt von Hasselt."
    Wenn das nichts ist! Es gab zeitweilig und gibt weitere Projekte: Tallinn (Estland) für alle angemeldeten Einwohner, Portland (USA) im Innenstadtbereich, Lübben, Templin (D) zeitweise, in Tübingen ist kostenloser NV im Gespräch.

    Die FDP will das Geld lieber in die Neugestaltung des Marktplatzes stecken. Möchte wissen, wie sie Leben in eine Stadt bringen will, deren Bevölkerung abends mit den Hühnern schlafen geht.

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