Winterdienst Klaus-Dieter Modes gehört zum Team des städtischen Bauhofes in Oberwiesenthal. Mit seiner Fräse ist er überall dort im Einsatz, wo den Schneebergen nicht mehr anders Herr zu werden ist - unter anderem am ehemaligen Zollgebäude.

Foto: Bernd März

27 Fahrzeuge räumen Deutschlands höchstgelegene Stadt fünfmal leer

Winter fordert in Oberwiesenthal wieder alles vom Winterdienst

Oberwiesenthal. Insgesamt etwa 35 Kilometer kommunale Straßen und annähernd 75.000 Quadratmeter Parkflächen müssen in der Stadt am Fichtelberg vom Schnee beräumt werden. Dazu gehören solch neuralgische Punkte wie die Auffahrt zum Fichtelberg und das Plateau auf dem Gipfel selbst sowie der Grenzübergang ins benachbarte Tschechien.

"Zur Bewältigung der ungeheuren Schneemassen müssen sämtliche Ressourcen der rund 2350 Einwohner zählenden Stadt am Fichtelberg und eigens gebundener Fuhrbetriebe ausgenutzt werden", betont Bürgermeister Mirko Ernst (FDP). Im Durchschnitt würden jedes Jahr zwischen 120.000 und 150.000 Kubikmeter Schnee aus der Stadt abgefahren, nennt das Gemeindeoberhaupt konkrete Zahlen.

Das entspreche etwa fünf kompletten Beräumungen. Und bei problematischen Straßenzügen könne durchaus noch häufiger abtransportiert werden. Zusätzlich fräse der Winterdienst zwischen 100.000 und 150.000 Kubikmeter Schnee im Randbereich von Straßen und Plätzen auf vorhandene freie Flächen, ohne ihn mit Lastwagen abzutransportieren.

Insgesamt sind auf dem knapp 40 Quadratkilometer umfassenden Territorium der Stadt - einschließlich des Ortsteiles Hammerunterwiesenthal - 27 Winterdienstfahrzeuge unterwegs: unter anderem vier Räumfahrzeuge und acht Traktoren mit Schiebeschildern sowie sieben Fräsen. Sie kommen zum großen Teil vom städtischen Bauhof beziehungsweise von acht privaten Unternehmen.

Sie verbrauchen in einer Wintersaison durchschnittlich 20.000 Liter Diesel, hat der Bürgermeister ausgerechnet. Unterstützend kommen zusätzlich noch zwei Fahrzeuge zum Einsatz, die in Regie der Landkreisverwaltung für die Schneeberäumung unterwegs sind.

Einschließlich der annähernd 200 Tonnen Salz und rund 50 Tonnen Feinsplitt, die im Durchschnitt während einer Wintersaison in Oberwiesenthal als Streumittel zu Einsatz kommen, ergeben sich Kosten von rund 215.000 Euro Kosten für den Winterdienst. Der Durchschnittswert der zurückliegenden fünf Jahre, sagt der Bürgermeister. "Hinzu kommen Reparaturen und Abschreibungen für kommunale Gebäude, Anlagen und Fahrzeuge, die es über kommunale Einnahmen zu erwirtschaften gilt, zum Beispiel Steuern, Kurtaxe- und Parkplatzeinnahmen", ergänzt er und nennt letztlich eine Summe von etwa 300.000 Euro, die die Stadt in den Monaten November bis April aufwenden muss.

Eine Summe, die auch aus der besonderen touristischen Bedeutung des Ortes resultiert. Mit rund 130.000 Übernachtungsgästen und zirka 550.000 Übernachtungen pro Jahr belegt die kleine Stadt am Fichtelberg nach der sächsischen Landeshauptstadt Dresden und der Messemetropole Leipzig immerhin Platz drei in Sachsen. "Dazu kommen bis zu 500.000 Tagesgäste pro Jahr", packt Mirko Ernst noch eine Zahl drauf.

 
erschienen am 30.01.2012 ( Von Antje Flath )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Wetteraussichten für Annaberg-Buchholz
Mo

21 °C
Di

22 °C
Mi

23 °C
Do

18 °C
Fr

15 °C
Ärztliche Notdienste

Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte finden Sie hier.

weiter lesen
 
 
Freie Presse vor Ort

09456 Annaberg-Buchholz
Markt 8
Telefon: 03733 141-0


Öffnungszeiten:
Mo. bis Do. 9.00 - 17.30 Uhr, Fr. 9.00 - 13.00 Uhr

weiter lesen
 
Freien Presse Immobilien

Immobilienangebote für Annaberg-Buchholz

Finden Sie Ihre Wohnung in der Region Annaberg

Immobilienportal

► Mietangebote

► Kaufangebote

 
Unsere Partner
vms
aok
chursächsische
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


Der Partner für Ihren Kredit - Maxxkredit