Paten für Heimatliederweg stehen alle fest
Die Idee des Erzgebirgszweigvereins Geyer stößt auf großes Interesse
Geyer. Der erste "Freie Presse"-Beitrag über einen geplanten Heimatliederweg im Geyerischen Wald hat viele Menschen aus der Region dazu veranlasst, das Projekt unterstützen zu wollen. Sie interessierten sich für eine Patenschaft für einen der großen Steine, auf denen Tafeln mit Texten bekannter erzgebirgischer Weisen angebracht werden sollen. "Das Telefon hat gar nicht mehr aufgehört zu klingeln", sagt Hartmut Kreft, Vorsitzender des Erzgebirgszweigvereins (EZV) Geyer, der das Ganze plant und umsetzt.
"Ich habe unter anderem Anrufe aus Zwönitz, Annaberg, Buchholz und Ehrenfriedersdorf entgegengenommen", berichtet der 62-Jährige. Aber auch ein Mann aus Zwickau hätte sich gemeldet. "Binnen kurzer Zeit waren alle restlichen Patenschaften weg, die wir noch zu vergeben hatten", berichtet Hartmut Kreft. Für je 50 Euro werden die Namen der Stifter, die im Übrigen nicht nur aus dem Erzgebirgskreis kommen, später einmal auf den Liedtafeln zu lesen sein.
Den Erzgebirger freut diese große Resonanz, die ihn zugleich überrascht hat. "Aber das ist ein Zeichen dafür, dass unsere Idee eines Heimatliederwegs bei den Menschen gut ankommt. Und dass ihn später hoffentlich viele nutzen werden", so der EZV-Vorsitzende. Sein Ziel ist, dass die besondere Strecke im Mai eingeweiht werden kann. Bereits vor einigen Wochen wurden dafür 16 neue Granitblöcke im Geyerischen Wald platziert, die jeweils rund zwei Tonnen wiegen. Da der EZV auch zwei schon vorhandene Felsen in den Heimatliederweg einbezieht, umfasst dieser später einmal 18 große Steine. Auf den darauf angebrachten Tafeln sollen unter anderem Liedtexte wie "Bild dir nischt ei!" von Anton Günther oder "Haamitland, mei Arzgebirg" von Stephan Dietrich stehen. Noten werden allerdings nicht mit abgedruckt, die müssen bei Bedarf als Liederbüchlein mitgebracht werden. Dafür wird aber ein Flyer herausgegeben, der alle 18 Titel des Heimatliederwegs auflistet. Damit könnten Wanderer sich gut vorbereiten.
Der Geyerische Heimatliederweg mit einem Notenmännlein als Logo wird am Wanderparkplatz an der Zwönitzer Straße beginnen und zwei fünf Kilometer lange Runden umfassen. "Vielleicht erweitern wir ihn ja nach einigen Jahren sogar einmal", sagt Hartmut Kreft.
Der EZV Geyer kann zwar keine Patenschaften mehr vergeben, sammelt aber weiter Spenden für das Projekt. Kontakt: 037346 91796


