Mehr als 50 junge Tänzerinnen haben auf der Freilichtbühne in Oberwiesenthal auf ungewöhnliche Weise das neue Logo der Stadt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Foto: Brigitte Streek
Stadt Oberwiesenthal präsentiert zum ersten Mal ihre neue Tourismusmarke
Überraschend: Der Tanz ums neue Logo am Fichtelberg
Oberwiesenthal. Deutschlands höchstgelegene Stadt hat ein neues Logo: Dazu gehört der Schriftzug Oberwiesenthal in den Farben rot und silber, die an das Stadtwappen angelehnt und ursprünglich aus dem Wappen der Schönburger Grafschaft entnommen sind, zu der das Gebiet einst gehörte. Darunter spannt sich der Slogan: "Kommt höchst gelegen".
Das O und die vier Buchstaben thal im Namen der Stadt sind in rot dargestellt, sodass sich das allseits bekannte Othal herauslesen lässt, erläutert Bürgermeister Mirko Ernst (FDP). Auch die Untergliederung des Namens in Ober - wiesen - thal auf drei Zeilen sei bewusst gewählt, um die Vielfalt des Ortes und der "touristischen Ganzjahresangebote" darzustellen. Der schräge Anschnitt der Buchstaben O, N und T stehe sinnbildlich für die Berge und Täler. Die Formulierung "kommt höchst gelegen" sei ebenfalls doppeldeutig zuverstehen, erklärt das Stadtoberhaupt: Zum einen gehe es natürlich um die höchstgelegene Stadt Deutschlands, zum anderen um den Urlaub, der eben "höchst gelegen" kommt.
Am Sonntagnachmittag wurde das neue Logo erstmals öffentlich präsentiert - bei einem sogenannten Flashmob. Als solcher wird ein kurzer, scheinbar spontaner Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen bezeichnet, bei dem die Teilnehmer ungewöhnliche Dinge tun. In Oberwiesenthal waren es die jungen Damen des Dancing Energy Dance Clubs aus Annaberg-Buchholz, die zunächst völlig unvermittelt nach und nach zu Tanzen anfingen und sich später ihre Jacken auszogen, sodass die T-Shirts mit dem neuen Logo sichtbar wurden. "Eine sehr gute Idee", fanden Regina und Karl-Heinz Reinhold aus Limbach-Oberfrohna. Sie waren als Tagestouristen in Oberwiesenthal und zufällig an der Freilichtbühne. "Wir waren völlig überrascht", erzählen beide.
Entwickelt worden ist die neue Tourismusmarke für die Stadt am Fichtelberg von einer Werbeagentur aus Dresden. Sie hatte sich mit ihrer Idee unter insgesamt vier Bewerbern im Stadtrat durchgesetzt. "In mehreren Gesprächsrunden unter Beteiligung von verschiedenen ortsansässigen Akteuren wurden zunächst die örtliche Charakteristik, das eigene Selbstverständnis und die künftigen touristischen Ziele erfasst und diskutiert", erläutert Mirko Ernst den Entwicklungsprozess. Daraus entstanden zunächst mehrere Markenvorschläge, von denen in der Arbeitsgruppe zwei ausgewählt und weiterentwickelt wurden. Am Ende wurde ein Entwurf favorisiert und fein abgestimmt. Das Ergebnis gab es am Sonntag erstmals zu sehen.


