Tannenberg erweitert Wohngebiet
Gemeinde will mehr Platz für Häuslebauer schaffen
Tannenberg. Die Gemeinde Tannenberg will in diesem Jahr erneut Geld für die Herstellung von Bauland ausgeben. "Unser Ziel ist, im Wohngebiet ,Sonnenhöhe' noch sieben bis acht Grundstücke zu erschließen", sagt Bürgermeister Christoph Neubert (Bürgerforum). Denn das Interesse von künftigen Häuslebauern sei da. Daher will die Kommune mehrere 10.000 Euro vorfinanzieren, die später allerdings mit dem Verkauf der Grundstücke wieder zurück in die Gemeindekasse fließen.
Der Gemeinderat habe sich einstimmig zu diesem Weg bekannt - vor allem, um damit jungen Familien die Möglichkeit zu bieten, in Tannenberg zu bauen. Denn dadurch würden auch neue Bewohner in das Dorf kommen, dessen Einwohnerzahl im Gegensatz zu anderen Orten im Erzgebirge seit Jahren relativ stabil ist. "Sie liegt nach wie vor bei etwa 1200", sagt Christoph Neubert.
Dass Bauland in Tannenberg gefragt ist, führt er unter anderem auf die Lage des Orts zurück. "Man ist schnell in Annaberg-Buchholz, aber auch schnell auf dem Autobahnzubringer S 258", so der Bürgermeister. Diese Trasse verbindet den Altkreis Annaberg mit der Stollberger Region und der A 72. Viele nutzen die Strecke zudem als Alternative zur B95, um nach Chemnitz zu gelangen.
Das Tannenberger Wohngebiet "Sonnenhöhe", mit dessen Erschließung Mitte der 1990er-Jahre begonnen worden ist, verfügt zudem über eine Besonderheit. Es befindet sich am geografischen Mittelpunkt des Erzgebirgskreises, den ein Ingenieurbüro auf Anfrage der "Freien Presse" ermittelt hatte. Auf diese Lage weist seit dem 3. Oktober 2009 auch eine Tafel aus Theumaer Schiefer hin, die auf einem großen Stein befestigt ist. Sie zeigt die Umrisse des Kreises und dessen Zentrum.


