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Die Schwarzbacher Mahrguschn in Aktion: In ihrem Programm "Ein Kessel Buntes" marschieren sie unter anderem als die legendären alten Kameraden ein.

Foto: Bernd März

Alte Kameraden mixen "Kessel Buntes"

Das Erzgebirge ist einzigartig - auch wegen der Sprache. "Freie Presse" hat den Leuten aufs Maul geschaut. Heute: den Schwarzbacher Mahrguschn.

Von Christof Heyden
erschienen am 09.01.2017

Schwarzbach. Zum Jubiläum wird gewaschen: "Ein Kessel Buntes" heißt das Motto der Schwarzbacher Mahrguschn. Unter dieser Devise gestaltet das Kabaretttheater in erzgebirgischer Mundart sein 20. Bühnenjahr. Am 14. Januar verwandeln die Akteure das Bürgerhaus "Goldene Sonne" in Elterlein zur heiter-musikalischen Servicestation, in der die in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten geschöpften Sketche die thematische Substanz bilden.

Unternehmungslustige dürfen sich auf eine ergiebige Mixtur statt auf einen energiesparenden Schongang freuen. Fast drei Stunden soll die Trommel der Heiterkeit gedreht werden. Und die sieben gestandenen Frauen der Truppe wissen die Muskeln des Lachapparates zu bedienen. Kenner der Szene schätzen, dass die Schwarzbacher Damen keinesfalls zimperlich zu Werke gehen, burschikos derbe Wort-Kost bieten. "Wir sprechen, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Gerade diese klare Ansprache schätzt unser Publikum", sagt Annette Ficker, die Regisseurin des kleinen Ensembles.

Das formierte sich erstmals 1996, um das Stück "Der neumodische Engel" zur Seniorenweihnachtsfeier aufzuführen. Inszenierten die Amateurschauspielerinnen in den zurückliegenden Jahren zumeist Schwänke wie "Giftige Schwamme", "De vertauschten Koffer" oder "Jahrmarktrausch", wollen sie diesmal mit einem Nummernprogramm der gelungensten und beim Publikum besonders nachgefragten Sketche und gespielten Witze die Zuschauer auf Betriebstemperatur bringen. "Neben dem regelmäßig zum Jahreswechsel gebotenen Hauptprogramm werden wir unter dem Jahr gern zu privaten Veranstaltungen, Firmenjubiläen oder Vereinsfesten eingeladen. Und da setzen wir auf die gespielten Witze und umgedichtete Gesangsstücke, etwa von Schlagerstars wie Helene Fischer", erklärt Annette Ficker, die die Liedzeilen umdichtet. Und diese sind dann als andere als unbefleckte weiße Westen.

"Es muss nicht immer Sinn machen, Hauptsache es macht Spaß", lautet auch der Leitspruch für Claudia Meyer, Katrin Groß, Gabi Bartel, Andrea Vogelsang, Christine Hecht und Heidrun Weber. Wie ihre Kolleginnen hat Annette Ficker diesmal zwei Koffer randvoll Wäsche zu tragen: "15 szenische Beiträge zuzüglich Moderationen gilt es abzuarbeiten." Dann wird beispielsweise vom Reinigungsgeschwader die Grimmsche Frage beantwortet werden, wer die Schönste im Männelmacherland ist oder warum Hermannsdorfer das Gummistiefelland kennen.

Zu Kleidern, Hüten, Perücken und Brillen gehört diesmal auch eine Litfaßsäule. "An der schlagen wir Schnappschüsse der zurückliegenden zwei Jahrzehnte an, die von unserer Spielleidenschaft berichten." Die Rezeptur eines kabarettistischen Waschganges wird bei den Mahrguschn von einem Aspekt bestärkt: "Dieses Hobby ist eine prima Gelegenheit, von den Alltagssorgen abzuschalten, sich mit Verbündeten für eine geschätzte Sache zu engagieren, mit denen wir anderen eine Freude bereiten. Das bestärkt wiederum jede von uns", schätzt Heidrun Weber die Mitarbeit. Da ist es für sie keine Last, immer wieder fleißig Text zu lernen. Und selbst ganze Familienverbände werden unterdessen für das Tun der Muttis, Omis und Tanten als Kulissenbauer, Schneidermeister und Maskenbildner für die Aktion "Ein Kessel Buntes" hinzugewonnen.

 
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