Abriss-Pläne für Lößnitzer Neustadt werden korrigiert
Stadtentwicklungskonzept wird nach heftiger Kritik überarbeitet
Lößnitz. Einen Kahlschlag soll es in der Lößnitzer Neustadt nicht geben. Das ist - auf einen Nenner gebracht - das Ergebnis einer rund zweistündigen Beratung in der Lößnitzer Erzgebirgshalle. Dort hatten unter Ausschluss der Öffentlichkeit Stadträte sowie Verantwortliche der in der Neustadt tätigen Großvermieter Wohnungsgenossenschaft "Wismut" Aue/Lößnitz und Wohnungsbaugesellschaft den Entwurf des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes für das Wohngebiet "An der Lessingstraße" diskutiert. Und als unrealistisch abgelehnt. Denn die Planungen sahen vor, bis 2020 insgesamt 1055 Wohnungen - rund die Hälfte des Bestandes - abzureißen.
Entwurf wird überarbeitet
"Das Konzept bedarf einer umfassenden Überarbeitung", reagierten jetzt die Rathaus-Verantwortlichen. Man wolle gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen ein neues Dokument erarbeiten. Das werde die Belange der Unternehmen und die Forderungen der Bürgervertreter berücksichtigen. Die nächste Beratung dazu soll es im Sommer geben. Der neue Entwurf werde dann öffentlich gemacht.
Stadtrat Dieter Weyhrauch (CDU) zeigte sich zufrieden. "Ich hoffe jetzt, dass künftig verantwortungsbewusst und vor allem gemeinsam gearbeitet wird", sagte er.
Mieter nicht verunsichern
Erleichterung auch bei den Wohnungsunternehmen: "Wir sind froh, dass das Kahlschlag-Konzept komplett vom Tisch ist. Natürlich wird es nötig sein, in Zukunft auch Wohnungen abzureißen, doch keinesfalls in diesem großen Ausmaß", so Frank Prietsch, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft "Wismut". Auch Frank Schleußner, Chef der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, sieht die Überarbeitung des Entwurfes als wichtigen Schritt, um der Neustadt eine Zukunft zu geben und die Mieter nicht weiter zu verunsichern.

