Kirsten Kielmann aus Bernsbach sucht auch mit Flugblättern ihre Katze namens Whisky.
Foto: Katja Lippmann-Wagner
Alarm bei Tierschützern im Erzgebirge: Fast 20 Katzen vermisst
Bürger suchen mit Plakaten nach ihren Lieblingen und warnen
Aue-Schwarzenberg. Whisky ist ein kleiner, süßer Wonneproppen. Graues, getigertes Fell, schneeweiße Samtpfötchen, rötliches Stups-Näschen. Ein anschmiegsamer Kater zum Knuddeln, eher häuslich, nicht so gern in der großen Weltgeschichte unterwegs. Doch seit mehr als drei Wochen ist Whisky wie vom Erdboden verschluckt. Eines Tages kam er ganz einfach nicht mehr nach Hause.
Wahrscheinlich konnte er es auch gar nicht. Vermutlich hatte Whisky überhaupt keine Chance, zurückzukehren. Denn seit einigen Wochen gehen beim Tierschutzverein Aue-Schwarzenberg regelmäßig Suchanfragen von Bürgern ein, die ihre Katze vermissen. Fast 20 süße Stubentiger aus dem Territorium des Altkreises Aue-Schwarzenberg gelten derzeit als spurlos verschwunden. Alle vermissten Tiere gleichen sich: Sie fallen durch graues, getigertes Fell und schneeweiße Pfötchen auf.
"Das kann doch alles kein Zufall sein", sagt Christiane Fuchs, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Der Verdacht: Ein fieser Katzenfänger ist unterwegs, lockt die Tiere an und verfrachtet sie dann in einen unauffälligen Kleintransporter. Fuchs: "Es kann schon einmal passieren, dass eine Katze ausreißt und nie wiederkommt. Aber keine 20 ..."
Bei Familie Kielmann in Bernsbach ist die Niedergeschlagenheit groß. Hier hatte der verspielte Kater Whisky sein Zuhause, bevor er am 23. Mai nach dem Frühstück auf Nimmerwiedersehen verschwand. "Morgens hat er Milch und ein bisschen Geflügel bekommen, das ich ihm extra warm gemacht habe", erinnert sich Katzen-Mama Kirsten Kielmann an den letzten gemeinsamen Tag. Dann verließ Whisky das Grundstück zum Spielen, er hat ein kleines Revier in der allernächsten Umgebung. Doch der Kater ist bis heute nicht wieder gekommen. Jährlich verschwinden bundesweit 350.000 Tiere, die meisten davon sind Katzen.
Der Kater ist der Bernsbacher Familie so sehr ans Herz gewachsen, dass sie jetzt mit einer Plakataktion nach Whisky sucht und auf sein Schicksal aufmerksam macht. Überall im Ort und in der Umgebung haben die Kielmanns Plakate und Handzettel verteilt, sogar eine Belohnung von 100 Euro für den entscheidenden Hinweis ausgesetzt. Die Polizei rät: Glaubt man den Katzenfänger zu sehen, sollte man sich neben Ort und Zeit das Autokennzeichen merken. Sprecher Jan Meinel aus Zwickau: "Wer Katzen stiehlt, kann mit fünf Jahren Gefängnis bestraft werden."


13:48 Uhr
Texterlounge: Mein Kater ist seit dem 20.05.2012 verschwunden. Er gleicht den verschwundenen Katzen aus dem Kreis Aue. Nur das wir in Coswig bei Dresden wohnen. Und ich bin nicht die Einzige, die einen solchen Kater vermisst.
11:16 Uhr
schnuffelduffel: Katzenmeldeservice:
In Chemnitz auf dem Parklatz neben Loonytunes rechts befindet sich seit dem WE eine herrenlose Katze. Die hat nur einen Haken: Wurde offensichtlich überfahren :-(
Wenn ich sehe, über welche Region wir hier reden, frage ich mich, ob es eine "normale" Anzahl ist, welche u.a. wegen Unfällen nicht zurückkommt.
08:42 Uhr
RabenschwarzesICH: @ez70: DAS hat nichts mit Fantasie zu tun. Es ist noch gar nicht so lange her ( und die Presse berichtete darüber) dass im Zusammenhang mit einer Schuhsammlung und dafür aufgestellenen Behältern nicht nur Katzen, sondern auch kleinere Hunde verschwanden.... Und siehe da, die Polizei konnte die Drahtzieher der angeblichen Schuhsammlung ausfindig machen und wenigstens einige der" Schuhe" -- für den Fall, sie verstehen jetzt nicht warum Schuhe in Gänsefüsschen steht : ich meine natürlich Tiere - ihren Besitzern wohlbehalten zurückgeben ......
07:42 Uhr
ez70: aha. Kleidersammlungen, Schrottsammlungen, Möbelsammlungen usw. usw.; echt nicht mehr normal, was manche für eine Phantasie haben!
01:21 Uhr
habicht: Ich möchte bei diesem Thema nur einmal hinweisen auf Katzenfänger und dubiose Altkleidersammlungen, o.ä., auch sollte man seltsam abgestellte Kleintransporter/PkW diesbezüglich im Auge behalten. ... Ich weiß, das hilft jetzt wenig. Möchte nur, dass alle Bürger das besser beobachten, und ruhig mal etwas zuviel als zu wenig sagen.