Ohne Wasser geht es beim Filzteichfest nicht. In diesen Kugeln blieb man aber selbst bei einem Sturz trocken.
Foto: Katja Lippmann-Wagner
Am Filzteich in Schneeberg durften Kinder diesmal übers Wasser gehen
Beim Filzteichfest drehte sich am Wochenende vieles, aber nicht alles um Wasser
Schneeberg. Wer träumt nicht davon, einmal übers Wasser gehen zu können? Für den Nachwuchs wurde beim Filzteichfest dieser Wunsch fast wahr. In großen Kugeln liefen die Kinder in einem extra aufgestellten Becken über das kühle Nass. "Natürlich würde das auch auf dem Filzteich funktionieren, doch aus Sicherheitsgründen ist es nicht möglich", so Gunar Friedrich, Geschäftsführer der Stadtwerke Schneeberg, die auch in diesem Jahr als Veranstalter fungierten. Den Kindern war es letztendlich egal, sie hatten auch im Aufblas-Becken in den transparenten Riesenbällen ihren Spaß.
Die Mitglieder der Wasserwacht Schneeberg waren mit ihrem Tauchturm dabei. Das Spektakel lockte zahlreiche Gäste an, die zum Teil Wartezeiten in Kauf nehmen mussten. Auch hier ging es um Sicherheit: "Es darf immer nur ein Kind in Begleitung eines ausgebildeten Tauchers mit rein", sagte Wasserwachtler Peter Fiedler. "Die meisten wollen wissen, ob sie überhaupt fürs Tauchen geeignet sind." So erlernten Kinder und Jugendliche im Turm das Tauch-ABC. "Es gibt ja verschiedene Zeichen, mit denen man sich unter Wasser verständigen kann", so Fiedler. Obwohl das Wasser 26 Grad Celsius hatte, zog sich Christoph Kleinhempel einen sieben Millimeter dicken Tauchanzug über. "Sonst wird es rasch zu kalt", so der erfahrene Unterwassersportler.
Kalt war es auch der jungen, attraktiven Katharina, die sich von Body-Painter Steffen Fischer aus Leipzig zum Kunstwerk machen ließ. Die junge Frau hatte angesichts des heftigen Windes Gänsehaut, schließlich stand sie nur im Stringtanga da. "Die ersten Minuten fühlt man sich ziemlich nackt, doch das legt sich sehr schnell", meinte sie. Ästhetisch war die Arbeit auf jeden Fall. Vor allem Frauen riskierten gern einen Blick auf die lila-weiße Schöne. Künstler Steffen Fischer machte ihr Hoffnung: "In zehn Minuten mit viel Seife und Wasser ist die Farbe wieder abgewaschen."
Conny Schippel besuchte das Fest in Neustädtel mit ihrer Familie: "Meine Tochter Emma hatte mit den Sportakrobaten Schwarzenberg einen Auftritt, und den wollten wir nicht verpassen." Das Fest selbst erlebte sie als sehr abwechslungsreich. "Es ist viel los. Ich war schon lange nicht mehr am Filzteich." Nike Schreiter aus Weißbach blieb mit ihrem Sohn Torben bei den Freiland-Bausteinen hängen. "Er hat sie gesehen und war begeistert, ich weiß nicht, ob wir noch weiterkommen." Das Filzteichfest dauerte insgesamt drei Tage. Der Freitagabend stand ganz im Zeichen von "Rock am Teich". Mit Burning Rise hatten die Stadtwerke eine Nachwuchsband aus der Region verpflichtet. Hauptattraktion war aber zu vorgerückter Stunde die Lady-Gaga-Tribute-Show. "Wir hatten zum Auftakt immerhin 700 Leute hier, damit bin ich vollkommen zufrieden", so Stadtwerke-Chef Friedrich.

