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Foto: (Pixathlon)

Auer Fußballfans parken den Zeller Berg zu - Anwohner sind sauer

Bei den Spielen des FCE blockieren abgestellte Autos regelmäßig einen ganzen Stadtteil

Aue. Geschotterte Parkplätze auf dem Gelände gegenüber McDonalds oder besser gleich ein richtiges Parkhaus? Vorschläge, um die teilweise katastrophale Situation im Auer Ortsteil Zeller Berg endlich zu entschärfen, liegen mittlerweile genug auf dem Tisch. Was davon jedoch in der nächsten Zeit umgesetzt werden soll, ist noch völlig offen.

SPD will Parkleitsystem

Der Chef des SPD-Ortsvereins Aue-BadSchlema-Schneeberg, Gerd Habenicht, hat nun Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) aufgefordert ein Parkleitsystem zu entwickeln. "Der FC Erzgebirge Aue ist Aushängeschild und Zuschauermagnet der Stadt und des Landkreises", so der Sozialdemokrat. "Deswegen benötigt er während der Heimspiele eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen."

Habenicht hat gleich ein paar Vorschläge im Gepäck, wo die neuen Stellplätze gebaut werden könnten. So gebe es auf dem ehemaligen Bahngelände unterhalb des Buchenbergs in der Nähe des Bauhofs riesige Freiflächen. Noch näher am Stadion, gegenüber von McDonalds, liege das Gebiet des ehemaligen Konsum-Fettlagers. Dort stünden zwar schon jetzt zu den Heimspielen viele Autos. Doch der SPD-Chef könne sich vorstellen, dass in diesem Areal noch vieles möglich sei.

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt hat ebenfalls ein Auge auf dieses Areal geworfen. "Die Parksituation am Zeller Berg ist tatsächlich unzumutbar", ist Voigt überzeugt. "Übrigens auch für die auswärtigen Fans. Wenn einige zum ersten Mal kommen und das noch nicht kennen, kommen sie vielleicht kein zweites Mal." Deswegen plädiert er dafür, die Fläche, die ja nur einen Steinwurf vom Erzgebirgsstadion entfernt ist, ordentlich begradigen zu lassen. Der Geschäftsführer wartet außerdem mit einem ganz besonderen Vorschlag auf: Warum dort nicht gleich ein richtiges Parkhaus bauen? Die Kosten in Millionenhöhe stellen aus seiner Sicht kein Hindernis dar. Denn sie kämen bei all den Punkt- und Pokalspielen schnell wieder rein.

Davon ist freilich Oberbürgermeister Kohl nicht überzeugt. "Vorsichtig gerechnet kostet ein Parkhaus für 300 Autos eineinhalb Millionen Euro", schätzt der Rathaus-Chef. "Dafür könnten wir rund 1000Parkplätze schottern und die Zufahrten dafür bauen."

"Konzept aus einem Guss"

Eine derartige Lösung kann sich Kohl durchaus vorstellen, denn die Verärgerung auf dem Zeller Berg könne er durchaus nachvollziehen. "Die SPD rennt offene Türen ein. Wir wollen etwas tun, doch das sollten wir zusammen mit dem möglichen Umbau des Erzgebirgsstadions anpacken, damit ein Konzept aus einem Guss herauskommt." Dann sei zu bedenken, dass Aue sich um die Landesgartenschau im Jahr 2018 bewerben will. "Bei einem solchen Ereignis gibt es für den Parkplatzbau Fördermittel", so Kohl. Und diese Plätze könne man ja nach der floralen Großveranstaltung für die Fußballfans nutzen.

Bis es soweit ist, schlägt Heinrich Kohl vor, die vorhandenen Parkplätze besser über den öffentlichen Nahverkehr zu verknüpfen. Da gebe es Nachholbedarf. Und den Fans den Anton-Günther-Platz schmackhaft zu machen. "Dort sind 300 bis 400 Plätze, und die meisten stehen zu den Heimspielen leer."

 
erschienen am 20.06.2012 ( Von Gunter Niehus )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
3
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  • 22.06.2012
    20:08 Uhr

    finnas: da ist wohl etwas schief gelaufen.!
    Also:
    Seit 20 Jahren hat die Stadt immer wieder betont, daß sie die Klagen der Anwohner versteht. Das war´s dann auch.
    Im Stadtzentrum wird man als Falschparker sehr schnell zur Kasse gebeten - in Ordnung. Auf dem Zeller Berg aber verschließt die Stadt die Augen vor allen Verstößen gegen den ruhenden Verkehr - nicht in Ordnung. Das Problem evtl. in Verbindung mit einer Bewerbung zur Landesgartenschau 2018 (!) anzugehen, ist wirklich zum Lachen - oder zum Weinen.

    0 0
     
  • 21.06.2012
    17:57 Uhr

    finnas: Und wieder Gartenschau !! Wann begreifen die Kommunen endlich, daß diese Gartenschauen ein riesiges Geschäft für ein eng begrenztes Klientel sind. Die Kommunen bekommen Fördermittel und bilden sich ein, sie könnten damit Probleme lösen. In Wahrheit schaffen sie sich welche auf Jahre hinaus, denn die Folgekosten werden zu festen Posten in den Haushalten und sie sind bis jetzt immer höher ausgefallen als prognostiziert. Oft wird für die gärtnerische Gestaltung in gewachsene Naturstrukturen eingegriffen, die einen viel höheren biologischen Wert haben als Blumenrabatten. Aber für solche Überlegungen ist in Aue wohl kein Platz. Man muß sich nur den Umgang mit Bäumen ansehen und den verbreiteten Hang zur Tuja-Hecke.
    Und was die Parksituation bei Fußballspielen angeht, den eigentlichen Aufhänger dieser Betrachtung:
    Seit 20 Jahren hat die Stadt

    0 1
     
  • 21.06.2012
    01:04 Uhr

    HammerP: Seit knapp 10 Jahren wird, durch das Ordnungsamt der Stadt Aue, für die Schlamm- & Schlaglochwüste gegenüber des McDonald's bei den FCE-Heimspielen Parkgebühr kassiert und während dieser Zeit wurde am Zustand des Areals rein gar nichts gemacht.
    Das der werte Herr Kohl(Aufsichtsrat beim FCE) jetzt die Lösung der Parkplatzproblematik mit einer eventuellen Berwerbung für die Landesgartenschau2018(!!!) verknüpfen will ist, in meinen Augen, eine Mischung aus schlichter Ignoranz, Unfähigkeit und Desinteresse bzgl der derzeitigen, schon lang vorherrschenden Zustände.

    0 1
     

 
 
 
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