Nutzten den Tag für eine Partie Familieneishockey: Ulrike Lindner, Hanna Lindner, Max Salomon, Jörg Salomon, Hendric Lindner und Judith Salomon (v.l.) aus Aue.
Foto: Lars Rosenkranz
Auf Schneeberger Filzteich tummeln sich die Schlittschuhläufer
Eisdecke ist mindestens 15 Zentimeter dick
Schneeberg. Hunderte Schneeberger und deren Gäste haben am Sonntag bei prächtigstem Winterwetter die Gelegenheit genutzt, um auf der Fläche des Filzteichs zu flanieren. Weil der strenge Frost der zurückliegenden Tage Sachsens älteste Talsperre dicke zufrieren lassen hat - im Uferbereich ist das Gewässer bis auf den Grund hin erstarrt - haben die Betreiber grünes Licht für Eisläufer gegeben. Ab sofort kann man dort die Schlittschuhe anschnallen und aufs Glatte gehen - zum Tanzen, zum Flanieren oder zum Spielen. Das haben am Sonntag zum Beispiel die Familien Salomon und Lindner aus Aue getan: Als passionierte Eishockey-Fans zogen sie an den Filzteich, um dort um den Familienpokal zu streiten - eine Partie, die unentschieden endete, aber für alle viel Spaß und erfrischende sportliche Betätigung einbrachte. "Wir machen das jedes Jahr im Winter gern", verriet Jörg Salomon nach Spielende. Aber auf Kunsteisflächen ist Eishockey selten gern gesehen. Deshalb bietet der vereiste Filzteich jetzt überdurchschnittlich gute Bedingungen für uns".
Der sonnige Nachmittag lockte am Sonntag auch Olaf Tweers aus Zschorlau mit Sohnemann Constantin nach Wolfgangmaßen. Dort lernte der dreijährige Knirps erstmalig den kalten Balanceakt auf den Kufen - was mit Papas Hilfe ganz gut vonstattenging. Ähnlich positive Erfahrungen machte die fünfjährige Marleen Sebastian aus Bad Schlema an der Hand ihrer Eltern Yvonne und Mario.
Besucher kamen bereits am Samstag. Allerdings war das Wetter zu neblig und zu kalt, so dass bestenfalls ein Spaziergang angesagt war. Sandra Engelhardt hat dies mit ihren Töchtern Sarah und Josie getan - um tags darauf noch einmal an den Filzteich zu kommen. Während sich die Mädels auf dem Eis vergnügten, sonnte sich ihre Mutter derweil im aufgestellten Strandkorb - die milde Wintersonne tat einfach zu gut.
Tatsächlich überzieht die große Fläche des Teiches ein kompletter Eispanzer. Der Bereichsmeister hatte bei seinen Probebohrungen mit einem 15 Zentimeter langen Bohrer am Freitag schon kein Wasser mehr erreicht. "Man hört direkt, dass der Teich in kalter Hand ist: Wenn man abends hier sitzt vernimmt man mitunter eine Art lautes Blubbern."
Dank der wirklich dicken Schicht konnten die Besucher am Sonntag auch zur Mitte hin laufen, was sich etliche am Sonntagnachmittag gönnten - allerdings mit normalem Schuhwerk. Halten die knackigen Frostwerte in den nächsten Tagen weiter an, dann ist der Filzteich trotz aller Kälte eine heiße Adresse für Schlittschuhläufer. Täglich ab zehn Uhr öffnet das Strandbad dazu die Pforten.


