Aue hat es geschafft. Ein Schild wirbt an der Autobahn für die Stadt. Schneeberg kämpft dagegen immer noch darum.
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Autobahnschild: Schneeberg fühlt sich ausgebremst
Aue und Schwarzenberg können an A72 werben - Bergstadt wartet immer noch
Schneeberg. Es war Stadtrat Volkmar Neef (CDU), der das Thema zuletzt auf die Tagesordnung gehoben hatte. "Wie sieht es eigentlich mit dem Autobahnschild aus, das Schneeberg bekommen soll", fragte Neef bei der vergangenen Sitzung des Gremiums. "Liegt auf Eis", antwortete Bürgermeister Frieder Stimpel (CDU) knapp. "Wir haben vor kurzem erst nachgefragt." Mittlerweile ist das Thema für den Bürgermeister wohl ein echtes Ärgernis geworden. "Andere Kommunen haben ihren Antrag nach uns gestellt", so Stimpel. Sie hätten ihr Schild bereits, Schneeberg nicht. "Vielleicht haben andere lauter geschrien", vermutet der Ortschef. Gemeint sind wohl Aue und Schwarzenberg
Seit die Regeln für Autobahnschilder im vergangenen Jahr geändert wurden, sind die Chancen für ein eigenes Schild allerdings gestiegen. Denn für den Bürgermeister steht fest, dass die touristische Hinweistafel an der Autobahn 72, Abfahrt Zwickau-West, stehen sollte. Zumindest aus Richtung Westen. "Von dort ist auch der Weg nach Schneeberg ausgeschildert, das Ganze wäre also ein schlüssiges Konzept."
Und genau an dieser Stelle wäre sich Schneeberg noch vor einem Jahr mit Schwarzenberg ins Gehege gekommen. Die Perle des Erzgebirges hatte ebenfalls ein Auge auf Zwickau-West geworfen, nachdem Aue sich den besten Platz, die Abfahrt Hartenstein, gesichert hatte. Doch seit die neuen Regeln gelten, sind bis zu drei Schilder pro Ausfahrt erlaubt. Schwarzenberg wirbt jetzt einvernehmlich mit Aue am Abzweig Hartenstein, Schneeberg hat bei Zwickau-West keinen Konkurrenten mehr zu fürchten. Wo das Schild aus Richtung Ost stehen soll, ist für den Rathaus-Chef übrigens nicht so klar. Mangels besserer Alternativen wird es aber ebenfalls auf Zwickau-West hinauslaufen, vermutet der Bürgermeister.
Bleibt die Frage, wie das Schild aussehen soll. "Darüber werden wir uns sicherlich noch die Köpfe heißreden", befürchtet Frieder Stimpel bereits jetzt. In der Vergangenheit hatte der Rathaus-Chef den Bergmannsdom als markantestes Gebäude der Stadt ins Gespräch gebracht. Allerdings sind Gotteshäuser mit der Auer Friedenskirche und der Annaberger Annenkirche bereits jetzt überrepräsentiert. Eine Alternative wäre der Cranach-Altar im Inneren des Bergmannsdoms.


