Auch in diesem Jahr legten sich die Teams beim Drachenbootrennen auf dem Filzteich mächtig ins Zeug. "De Rennbootlenker" um Thomas Frescura (vorn) wirbelten wie die Wilden und hatten jede Menge Spaß.
Foto: Carsten Wagner
Drachenboot-Teams paddeln über Filzteich
Muskelkraft hat diesmal gesiegt: Das Team vom Body-Boat erobert zum Saisonausklang das Siegerpodest
Schneeberg. Für die meisten ist es Gaudi und Spaß, doch Ehrgeiz gehört beim Drachenbootrennen, dass die Stadtwerke Schneeberg alljährlich zum Ausklang der Sommersaison auf dem Filzteich organisieren, einfach mit dazu.
Die Mitglieder des Body-Gyms aus Bad Schlema bewiesen, dass sie nicht nur Muskeln haben, sondern auch jede Menge Taktgefühl. Diesmal holten sie sich den Sieg vor den Herten Dragons (Stadtwerke Herten) und den Teichpiraten um Oliver Sykora. Die Vorjahressieger, die "Flecktarnguppys", mussten sich diesmal mit Blech zufriedengeben. Trommler Lars Becher begründet dies so: "Wir hatten heute eine komplett andere Mannschaft als beim letzten Mal. Daher hatten wir Probleme mit dem Takt." Hinter den Guppys verbirgt sich übrigens die Gebirgsjäger-Kameradschaft, die früher in Schneeberg stationiert war. "Der Takt ist das Geheimnis. Darüber hinaus kommen wir aus allen Teilen Deutschlands und treffen uns hier am Filzteich - keine Chance also für ein heimliches Training", lacht Becher. Doch damit sind die Guppys nicht allein.
"Vorbereitet haben wir uns eigentlich gar nicht. Wir haben eine körperlich anstrengende Arbeit und haben daher dicke Arme", sagt Sven Meyer von den Hauer Haien. Ihre tägliche Arbeit verrichten die Männer um Meyer nämlich bei der Bergsicherung Sachsen. "Außerdem kommt es beim Drachenbootrennen auf Teamgeist an, und wir sind ein wirklich gutes Team."
Auffällig ist, dass das Drachenbootrennen erneut durch die Männer dominiert war. Mit dem "Ladykracher" vom Sportzentrum Vital Schneeberg gab es aber zumindest ein reines Frauenboot. "Unser erster Lauf war sehr gut. Da waren wir sehr zufrieden, haben den zweiten Platz gemacht", sagt Mandy Franke. Im Hoffnungslauf allerdings schied das Damenteam aus. Während bei den Frauen die Niederlage mit Sekt begossen wurde, gab es im Teamlager der freiwilligen Feuerwehr Neustädtel Bier. "Es hat nicht gereicht", sagt René Schubert. Dafür aber bekamen die "Schnellspritzer" von den zirka 2000 Gästen jede Menge Sympathiepunkte, denn sie überzeugten mit glänzenden Helmen. Bessere Outfits trugen nur die Gastgeber selbst. Stadtwerkechef und Trommler Gunar Friedrich kam mit schwerer Streitaxt und als Wikinger verkleidet zum Rennen. Vikie und die Silberstromer kamen auf Platz 11.

