Die Kunst prangt schon an der Fassade. Hermann Meinel, Leiter des Museum Uranbergbau in BadSchlema, will in seiner Einrichtung Bilder der Wismut zeigen. Für diese wird eine neue Bleibe gesucht.
Foto: Lars Rosenkranz
Kurort will Chemnitz abhängen
Die Kunstwerke der Wismut werden wohl nicht im Archäologiemuseum gezeigt - Nun wirft Bad Schlema seinen Hut in den Ring
Bad Schlema. Jens Müller (Freie Wähler) redet nicht lang drum herum. "Die ganzen Querelen zwischen der Chemnitzer Gebäudewirtschafts-Gesellschaft und der Wismut sind für uns natürlich eine Steilvorlage", sagt der Bürgermeister von Bad Schlema. Diese Vorlage will er nutzen, um der Metropole einige hundert Kunstwerke abzuluchsen.
Eigentlich sollten die Bilder der einstigen deutsch-sowjetischen Aktiengesellschaft in das ehemalige Kaufhaus Schocken einziehen, das zum Landesarchäologiemuseum umgebaut wird. Doch der Hausherr, eben jene Chemnitzer Gebäudewirtschafts-Gesellschaft (GGG), verlangt von der Wismut 650.000 Euro für den Umbau. Das Bergbauunternehmen weigerte sich. Seit dem herrscht Eiszeit zwischen beiden.
"Wir wollen das Museum Uranbergbau im Kulturhaus Aktivist ohnehin erweitern und zu einem deutschen oder gar europäischen Uranbergbaumuseum umwandeln", sagt Bürgermeister Müller. "Da könnte man große Teile der Wismut-Kunstsammlung sehr gut integrieren." Auch die berühmte Mineraliensammlung des Unternehmens will er in seinen Kurort holen. "Es wäre auch eine Art Wiedergutmachung, wenn die Kunst dort gezeigt würde, wo die Wismut früher die meisten Schäden verursacht hat", so der Rathaus-Chef.



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wundesknie: der herr bm soll erst einmal seinen sumpf im rathaus trocken legen, und die alten seilschaften entwirren. den alles zahlt die gemeinde, obwohl keine kohle da ist