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Mehrere Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwoch stundenlang ein Wohnhaus in Lauter-Bernsbach.

Foto: Niko Mutschmann

Polizei stellt bei Razzia in Lauter viele Waffen sicher

Der Großeinsatz in der Stadt galt offenbar einem Mann aus Chemnitz - der hatte ein Faible für gefährliche Dinge.

Von Jürgen Freitag
erschienen am 19.05.2017

Lauter-Bernsbach/Chemnitz. Einen Tag nach dem Großeinsatz der Polizei in Lauter-Bernsbach sickern immer neue Details über die Hintergründe der Razzia durch. Nach Informationen der "Freien Presse" handelt es sich bei dem Mann, bei dem Waffen konfisziert wurden, um einen Justizvollzugsbeamten, der zwar in Lauter lebt, aber seinen Hauptwohnsitz in Chemnitz hat. Das war wohl auch der Grund, aus dem das Chemnitzer Ordnungsamt die Ermittlungen leitete; die Polizei war nur unterstützend vor Ort.

Eine Stadtsprecherin hatte auf Nachfrage am Mittwoch erklärt, es handele sich bei dem Einsatz in einem Wohnhaus an der Straße Am Burkhardtswald um eine "Vollstreckungsmaßnahme im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens im Waffenrecht." Insgesamt waren 90 Polizisten im Einsatz. Gestern nun hieß es: "Im Zuge der Durchsuchung wurde eine Vielzahl an Waffen und Munition sichergestellt."

Bekannt ist inzwischen, dass die Polizei aber nicht nur in Lauter-Bernsbach und Bad Schlema, wo der Mann weitere Räume angemietet hatte, Durchsuchungen vornahm. Auch an seinem Hauptwohnsitz im Chemnitzer Stadtteil Röhrsdorf waren Beamte angerückt. Ob sie etwas fanden, ist unklar. Dass die Stadt Chemnitz die Polizei zur Unterstützung hinzu rief, hatte Gerüchten zufolge mit Befürchtungen zu tun, der Mann könne durchdrehen. Die Polizei selbst hüllte sich auch gestern zu der Razzia in Schweigen. Zuständig sei die Stadt, hieß es.

Der Bürgermeister von Lauter-Bernsbach ist über den Großeinsatz in seiner Stadt überrascht. Er habe erst am Tag der Durchsuchung davon erfahren, sagt Thomas Kunzmann. Er vermutet, dass diese mit einer Gewerbeanmeldung zu tun hat. So soll die Tochter des Mannes einen Jagdwaffenhandel betrieben haben. Darauf weist auch ein kleines Klingelschild am Wohnhaus hin.

Bestätigt haben sich derweil Informationen, wonach bei der Hausdurchsuchung gleich mehrere Hunde in Lauter entdeckt wurden. Wie der Amtstierarzt des Erzgebirgskreises berichtet, fand man 35 Hunde, bei denen eine erhebliche Vernachlässigung festgestellt wurde. Zum Schutz der Tiere seien diese vorläufig anderweitig untergebracht worden. Bürgermeister Kunzmann sagt: "Ich bin entsetzt, wie viele es sind."

Offen bleibt die Frage, warum bei dem Mann überhaupt nach Waffen gesucht wurde. Es heißt, er sei ein Waffensammler gewesen. Weil er keine gültige Waffenbesitzkarte mehr besaß, wollte die Stadt die Schusswaffen wohl einziehen.

 
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