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Ein Hund nach dem nächsten brachten Leute in weißen Schutzanzügen gestern aus dem Wohnhaus.

Foto: Niko Mutschmann

Polizei und Ordnungsamt retten 30 Hunde aus Wohnhaus

Mehrere Einsatzkräfte durchsuchten gestern für Stunden ein Gebäude in Lauter-Bernsbach. Anwohner rätseln, wieso.

Von Jürgen Freitag
erschienen am 18.05.2017

Lauter-Bernsbach. Schon aus der Ferne ist ein leises Bellen zu hören. Je näher man dem Haus kommt, desto lauter wird es. Die Auffahrt säumen mehrere Streifenwagen der Polizei; Beamte mit Mundschutz wuseln umher. Mitten auf der Straße steht ein kleiner Transporter, in dem sich Käfige bis zur Decke stapeln - durch die Gitter blicken große, traurige Augen.

Aus einem Wohnhaus an der Straße Am Burkhardtswald in Lauter-Bernsbach sind gestern mehrere Hunde gerettet worden. Leute in weißen Schutzanzügen brachten sie nacheinander aus dem Gebäude. Nach Informationen der "Freien Presse" wurden sie auf umliegende Tierheime verteilt. Insgesamt sollen es gut 30 Hunde gewesen sein.

Die Polizei begleitete den Einsatz, der in den frühen Morgenstunden begonnen hatte, mit einem Großaufgebot. Vor Ort waren acht Einsatzfahrzeuge und mehr als ein Dutzend Beamte. Das löste unter Anwohnern Irritationen aus.

Ein Nachbar sprach von einem "sehr dubiosen Einsatz", ein anderer mutmaßte, dass womöglich Waffen im Spiel sind. Im Verdacht, sagt er, habe er seinen Nachbarn - einen freundlichen Mann mittleren Alters - aber bislang nicht gehabt. "Er hat immer 'Glück auf' gesagt." Gegen 8Uhr am Morgen seien die ersten Fahrzeuge der Polizei angerückt. Ein Spaziergänger, der die Szenerie zufällig entdeckte, äußerte eine konkrete Vermutung: "Gerüchte besagen, dass er eine illegale Hundezucht betrieben hat."

Die Polizei will die Spekulationen gestern nicht kommentieren und hält sich zu den Hintergründen des Einsatzes bedeckt. Wie ein Sprecher berichtet, unterstützten die Beamten die Stadt Chemnitz. "Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Stadt." Die wiederum spricht von einer "Vollstreckungsmaßnahme im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens im Waffenrecht." Um was es konkret ging, soll vorerst geheim bleiben. "Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, sind keine weiteren Auskünfte möglich", sagt Stadtsprecherin Antje Becher. Nur so viel will sie verraten: "Die Polizei ist in Amts- und Vollzugshilfe für das Ordnungsamt im Einsatz." Warum dabei die Stadt Chemnitz im Erzgebirgskreis selbst aktiv wird, konnte Becher auf Nachfrage nicht erklären.

Gerüchten zufolge sollten bei dem Mann am Morgen Jagdwaffen konfisziert werden. Unklar ist, ob ihm die Erlaubnis dafür entzogen wurde oder ob beispielsweise ein Gesetzesverstoß vorlag. Bei der Hausdurchsuchung entdeckten die Beamten dann zufällig eine Jagdhundezucht, die nicht artgerecht war. Daraufhin wurde der Amtstierarzt hinzugezogen. Parallel zu der Durchsuchung in Lauter-Bernsbach sollen auch weitere Räume an der Schneeberger Straße in Bad Schlema kontrolliert worden sein, wo der Mann sich eingemietet hatte.

Die Chemnitzer Stadtsprecherin will das weder bestätigen noch dementieren. "Dazu kann ich nichts sagen", erklärt Becher. Aber ein Detail gibt sie noch preis: Die Polizei habe insgesamt rund 90Beamte im Einsatz gehabt.

 
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