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Mitarbeiter David Beyer (38) "füttert" den Schredder mit einem Handy ...

Foto: Fotos (2): Carsten Wagner Bild 1 / 3

Schredder frisst alle Datenträger

Die Werkstatt der Lebenshilfe in Schwarzenberg hat investiert. Ein "Monster-Maschinchen" zermalmt von Handy bis Festplatte alles - und das sogar nach Bundesdatenschutzgesetz.

Von Beate Kindt-Matuschek
erschienen am 21.03.2017

Aue/Schwarzenberg. Es kracht, poltert und knirscht bedrohlich - dann ist es wieder still und das Handy war einmal. Genauso verschwinden Festplatten, Speichersticks oder Disketten im "Maul" des riesigen Schredders, der in der Werkstatt der Lebenshilfe in Schwarzenberg steht. Bestens gehütet und gesichert, in einem separat abgetrennten und verschließbaren Raum.

Diesen darf nur betreten, wer dafür zugelassen ist. Denn in diesem Raum herrscht Datenschutz. Hier werden zum Teil Träger sensibler Daten von Firmen angeliefert, um fachgerecht entsorgt zu werden. Während die Werkstattmitarbeiter der Arbeitsgruppe Recycling schon seit vielen Jahren hier Akten und Unterlagen zertifiziert der Vernichtung zuführen, können seit Januar nun auch elektronische Datenträger jedweder Art zerstört werden. "Das geschredderte Material wird einer umweltgerechten Rohstoffverwertung wieder zugeführt", erklärt Werkstattleiter Marcus Köppler. Im Schlund des Riesen-Schredders verschwinden Festplatten, egal, ob mobil oder ausgebaute aus den Rechnern, elektronische und optische Datenträger wie Sticks und DVD, aber auch magnetische, sprich Disketten, Magnetbänder sowie Filme, Röntgenbilder und Videokassetten.

Am Ende bleibt ein Häufchen winziger Schredderschnipsel. Und diese wiederum werden der umweltgerechten Rohstoffverwertung zugeführt, versichert Produktionsleiter Frank Bauer. Bei Akten und Unterlagen kann sich die Werkstatt diesbezüglich auf eine enge Zusammenarbeit mit der Landkreisentsorgung (LKE) stützen. Das soll beim neuen Geschäftsfeld ebenso sein. Daher könnten Interessenten aus der Region, egal ob Firmen oder Privatleute, ihre Datenträger für eine fachgerechte Entsorgung auch bei beiden Partnern - Werkstatt oder LKE - abliefern. Ein entsprechendes Zertifikat wird als Beleg nach der Vernichtung ausgestellt.

Bislang, so sagt Köppler, sei es der einzige Schredderautomat dieser Art in der Erzgebirgsregion. Rund 37.000 Euro hat die Maschine gekostet. Finanziert wurde er aus Eigenmitteln und einem Zuschuss durch den Kommunalen Sozialverband. "Dorthin fließen die Gelder, die Unternehmen als sogenannte Ausgleichszahlungen leisten, wenn sie keine oder entsprechend der Mitarbeiterzahl zu wenige Menschen mit Behinderung im Betrieb beschäftigen", erläutert Köppler.

In der Werkstatt der Lebenshilfe Schwarzenberg arbeiten derzeit mehr als 200 behinderte Menschen. Dabei ist der Arbeitsbereich Akten- und Datenträger-Recycling nur ein kleiner Bestandteil. Man sei mit etlichen Firmen in der Region eng vernetzt und übernehme vielfältige Montier-, Sortier- oder Verpackungsaufträge. "Wir haben gut zu tun."

Die Preise für Vernichtung von Akten oder Datenträgern sind moderat und selbst Abholung im Umkreis von 20 Kilometern ist möglich.

 
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