Der Auer Stadt-Forstwirt Ralf Knöfler und sein Azubi André Hampf (v.r.) haben den Wildbewuchs auf einem Platz an der Lößnitzer Straße in Aue entfernt. Dort entstehen Parkplätze für die Fußball-Fans.
Foto: Nils Bergauer
Stadt Aue schafft neue Parkplätze für Fußballfans
300 zusätzliche Parkplätze und neues Parkleitsystem stehen zur Verfügung
Aue. Unterhalb des ehemaligen Festplatzes an der Lößnitzer Straße - an der sogenannten Mc-Donalds-Kreuzung - beseitigen Arbeiter dieser Tage Geäste und Gestrüpp. Ist dies erledigt, wird das ganze Areal mit einer schottergeschlämmten Decke versehen. Die Zeit drängt. Bis zum ersten Augustwochenende - dem Beginn der neuen Fußballsaison - muss alles fertig sein. Dann sollen die 300 neuen Parkplätze für die Fußballfans fertig sein.
Übersichtsplan zum Parken
"Wir haben in diesem Bereich noch mehr Kapazitäten und könnten sicherlich noch einmal 100 Parkplätze schaffen", schätzt Lutz Nauke vom Ordnungsamt der Stadt Aue ein. Dazu muss unter anderem noch ein Garagenkomplex abgerissen werden. Die Behörde hat außerdem das Parkleitsystem der Großen Kreisstadt komplett überarbeitet. Kernstück ist ein Übersichtsplan, mit dem die Fans problemlos einen Parkplatz für die Heimspiele der Veilchen ergattern können (siehe Grafik).
Zufahrt und Parkplätze zum Sparkassen-ErzgebirgsstadionFoto: Lutz Nauke/Stadtverwaltung Aue
"Wir arbeiten schon sehr lange daran, die Situation zu verbessern", betont der Rathausmitarbeiter. Will heißen: Die Stadt habe auch schon vor der jüngsten Initiative des Auer SPD-Chefs Gerd Habenicht zur Schaffung neuer Parkplätze an dem Thema gearbeitet. Der Sozialdemokrat wollte die Anwohner des Zeller Bergs entlasten, deren Ortsteil bei Heimspielen des FCE regelmäßig zugeparkt wird.
Bahngelände nicht geeignet
Der SPD-Chef hatte neben der Fläche an der Mc-Donalds-Kreuzung auch das ehemalige Reichsbahngelände ins Gespräch gebracht. Doch dieses Areal - obgleich gigantisch groß - halten Nauke und sein Chef, der Auer Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) für wenig geeignet. "Das ist zu weit weg, um wirklich angenommen zu werden", schätzt das Stadtoberhaupt ein. Außerdem ist da noch das Problem der Fan-Trennung. Gerade bei Problemspielen, wie beispielsweise gegen Dynamo Dresden, will man die Anhänger beider Mannschaften strikt auseinanderhalten, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Wenn auswärtige Fans das ehemalige Reichsbahngelände nutzen würden, kreuzen sich deren Wege mit denen der Auer Fans aber zwangsläufig.
Darüber hinaus will Heinrich Kohl die freien Flächen auf dem Anton-Günther-Platz besser an den öffentlichen Nahverkehr anschließen. "Wer dort parkt, hat sowieso einen großen Vorteil", so Kohl. "Er ist nach dem Spiel über Schneeberg im Nu auf der Autobahn und kann den Stadionbereich großräumig umfahren."

