Die Lößnitzer Fußballer hatten auf dem Weihnachtsmarkt ihren eigenen Glühweinstand. Klar, dass sie sich angesichts der Kälte auch selbst einen Schluck genehmigten. Im Bild: Marcel Mühle, Jenni Welwarsky, Martin Lauckner, Michael Flemig, Frank Brunheim und Sebastian Frenzel (von links).  
Die Lößnitzer Fußballer hatten auf dem Weihnachtsmarkt ihren eigenen Glühweinstand. Klar, dass sie sich angesichts der Kälte auch selbst einen Schluck genehmigten. Im Bild: Marcel Mühle, Jenni Welwarsky, Martin Lauckner, Michael Flemig, Frank Brunheim und Sebastian Frenzel (von links).

Foto: Publicpix

Weihnachtsstimmung in der Muhme

Drei Tage lang feierten die Lößnitzer auf ihrem Weihnachtsmarkt - das 321. Jahr in Folge

Lößnitz. Das Lößnitzer Bronzeglockenspiel läutete am Freitag nach altem Brauch den 321. Lößnitzer Weihnachtsmarkt ein. Mehr als 20.000 Besucher zog es in die Muhme, um einen der ältesten Weihnachtsmärkte im Erzgebirge mitzuerleben. Am Freitagabend trugen zum Sternenmarsch rund 600 Mädchen und Jungen der fünf Kindertagesstätten und Horte der Stadt mit ihren Laternen das Licht auf den sternförmig geschmückten Markt. Per Hebebühne wurden Engel (Michaela Frank) und Bergmann (Michael Weigel) in die Höhe getragen und begrüßten alle Gäste.

Vier prächtige Pferdekutschen mit drei Weihnachtsmännern und zahlreichen Wichteln fuhren vor und verteilten an jede Kindereinrichtung ein Geschenk sowie Süßigkeiten an alle Kinder. Drittklässler Elias traute sich auf die Bühne und dichtete aus dem Stehgreif ein paar Verse über Lößnitz. Im Nu war auch das von der Partnerstadt Borgholzhausen bestückte Pfefferkuchenhaus geplündert. Am Abend sorgten das Bergmannsblasorchester Kurbad Schlema und Solistin Katrin Frenzel aus Alberoda für Stimmung.

"Wir erleben erstmals einen erzgebirgischen Weihnachtsmarkt und sind von der Atmosphäre sehr beeindruckt. Vor allem finden wir schön, dass sich hier so viele Kinder mit beteiligen, und gerade haben wir den herrlichen Weihnachtsberg bewundert", sagten Anneliese und Manfred Gehlert. Das Paar aus Köln zählte am Samstag zu den vielen Besuchern, die sich von den Handarbeiten der Klöppelausstellung im Bürgerhaus faszinieren ließen. Hier zeigten zehn Frauen des Lößnitzer Klöppelzirkels Weihnachtsschmuck, Unruhen, Pyramidenbäume, aber auch Blumenbilder und Herbstimpressionen. An den Klöppelsäcken saßen erstmals die elfjährige Johanna Fait und die zwölfjährige Theresa Geng. Unter den Schauklöpplerinnen war auch Lisbeth Jacobi. "Ich bin die Älteste im Zirkel. Seit meinem 70. Geburtstag entwerfe ich jedes Jahr Tischdekorationen zur Adventszeit", erzählte die Seniorin.

Premiere hatten am Samstagnachmittag die Rainbow Dancers aus Zwönitz. Zuerst als Weihnachtsmänner verkleidet, entpuppten sich die sechs Kinder als drei flotte Tanzpaare. Gemeinsam mit der Erwachsenengruppe ließen sie mit Boogie Woogie die 1950er-Jahre wieder aufleben und animierten viele Zuschauer zum Klatschen. Zu den Höhepunkten am Abend gehörte die "Erzgebirgs- und Bergmannsweihnacht". Das Erzgebirgsensemble Aue war erstmals zum Lößnitzer Weihnachtsmarkt zu Gast.

 
erschienen am 11.12.2011 ( Von Karina Kartach )
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