Bereits sechs Kita-Einbrüche in zwei Wochen

Oft nehmen die Täter den Kleinen das Ersparte weg

Thalheim. Das Geld haben sich die Kinder vom "Haus Sonnenschein" in Hormersdorf selbst fleißig erarbeitet. Sie haben Eintrittskarten für den Oma-Opa-Tag verkauft - an anderen Tagen auch eigene Bastelarbeiten. Und sie haben kleine Programme aufgeführt, für die es richtige Tickets für die Großen gab. Die Einnahmen wurden über die Monate in der Sparbüchse gesammelt - jeder Euro war wichtig.

Spender retten Kindertag

Doch neben einem Laptop haben Diebe auch genau dieses Geld den Kindern einfach weggenommen. Insgesamt wird ein Stehlschaden von fast 1000 Euro seitens der Polizei genannt. Das wurde am Donnerstag entdeckt und bekannt - einen Tag vor dem Kindertag. Am Freitag haben verschiedene Spender die geplünderte Kasse wieder ganz gut aufgefüllt, erzählt die Leiterin Ute Löffler. Der Kindertag war also gerettet - das zumindest ist die gute Nachricht nach der schlechten gewesen.

Doch der Fall in Hormersdorf ist schon nicht mehr der Aktuellste. Denn Kita-Einbrecher haben - so meldete es die Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge am Freitag - schon wieder zugeschlagen. Diesmal in Thalheim. Auch diese Beute tut den Kindern bestimmt weh: ein Kasten Limonade sowie ein zweistelliger Geldbetrag aus der Kasse der Einrichtung.

Ermittler sprechen von Häufung

Die Ermittler sprechen nach dieser bislang letzten Tat aber mittlerweile von einer "gewissen Häufung" derartiger Vorfälle in der Region Stollberg, sagt Heidi Hennig, Sprecherin der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Grund: So wurden innerhalb der vergangenen zwei Wochen bereits sechs Einbrüche registriert.

Begonnen hatte es am 21. Mai, als Langfinger in Jahnsdorf und in Thalheim unter anderem jeweils einen Laptop gestohlen haben. Mittlerweile wurden insgesamt in Jahnsdorf drei, in Thalheim zwei Kita-Überfälle gemeldet. Hinzu kommt der bereits erwähnte Diebstahl am Donnerstag im "Haus Sonnenschein" in Hormersdorf.

Derzeit gehe die Polizei aber nicht davon aus, dass es sich immer um die selben Täter handelt. "Das prüfen wir und es ist derzeit auch nicht auszuschließen. Aber eine direkte Spur diesbezüglich gibt es nicht", sagt Polizeisprecherin Heidi Hennig.

 
erschienen am 01.06.2012 ( Von Jan Oechsner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
(Anmeldung erforderlich)
  • 02.06.2012
    17:18 Uhr

    Nebukatnezar: Es ist doch nur noch Unglaublich, was sich die Menschen so leisten, nicht arbeiten aber anderen Mitmenschen ihr Eigentum stehlen. Nich nicht einmal vor Kindern machen die geisteskranken halt.

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