Sven Fehrmann (l.), die Lehrer Hannelore Döscher und Klaus Gerber (r.) begrüßen Profikicker Marc Hensel im Förderverein.
Foto: Katja Lippmann-Wagner
FCE-Spieler Marc Hensel tritt Schul-Förderverein bei
Profi-Kicker paukt für fußballfreie Zukunft
Aue. Ein Zweitliga-Kicker des FC Erzgebirge gehört neuerdings zum Förderverein des Winkler-Gymnasiums Aue: Marc Hensel. "Wir hoffen, dass er den Kooperationsvertrag mit dem FCE mit Leben erfüllt", sagt Sportlehrerin Hannelore Döscher.
Laut Sven Fehrmann, Vorsitzender des Fördervereins, soll der defensive Mittelfeldspieler beim Tag der offenen Tür am Dienstag eine Autogrammstunde geben. "Zudem ist Marc hoffentlich beim Sporttag vor den Sommerferien dabei." 100 Mitglieder zählt der Förderverein. Hensel kam dazu, weil der 25-Jährige am Gymnasium sein Praktikum absolvierte. Klaus Gerber, FCE-Schiedsrichterbetreuer und Lehrer, war erster Ansprechpartner für den Kicker. Gerber stolz: "Marc weiß, was er will. Er wird sicher ein guter Lehrer."
Hensel beweist Weitblick, denkt an seine Zukunft nach dem Leben als Fußballer. Den Pädagogenberuf hat er schon als Schüler ins Auge gefasst. "Ich wollte es besser machen als meine Lehrer." Inzwischen habe sich der Blick auf vermeintliche Fehler der Pauker verändert. "Das liegt wohl am Alter. Ich sehe vieles anders", so Hensel, der Deutsch und Geschichte unterrichten will. Kein Sport? "Mit dem Ende meiner Fußballerkarriere soll es damit vorbei sein", erklärt der 25-Jährige.
Mit dem Ballspiel begann er früh. Seit gut zwei Jahrzehnten trainiert er in einem Verein. In Dresden studiert er seit drei Jahren, muss jetzt seine Bachelorarbeit schreiben. Der Masterabschluss soll folgen. Über Hensels Zeit am Auer Gymnasium sagen Döscher und Gerber: "Er hat ganz schön für Wirbel gesorgt." Mädels wie Jungs waren begeistert vom prominenten Pauker auf Probe. "Dabei wollte ich in der Schule gar nicht über den Fußball definiert werden", sagt Marc Hensel. (klin)


