Abwasserverband fährt Investitionen zurück
Nur 1,3 Millionen Euro für Investitionen im Jahr 2011 geplant
Olbernhau. Olbernhau. In Dörnthal, Lippersdorf, Lengefeld, Neuhausen und Sayda wird der AZV Olbernhau in diesem Jahr geförderte Investitionsvorhaben verwirklichen. Die Verbandsversammlung hat diese am Montagnachmittag mit dem Beschluss des Haushaltsplanes auf den Weg gebracht. Damit neigt sich jedoch das umfangreiche Investitionspaket der zurückliegenden Jahre laut Knut Böttger, Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Olbernhau, seinem Ende entgegen. Seit 2007 beläuft sich die Investitionssumme des Verbandes auf etwa 11 Millionen Euro.
Der erste Bauabschnitt für das Entwässerungsortsnetz in der Stadt Sayda macht mit rund 640.000 Euro den größten Brocken aus. Danach folgt Neuhausen mit rund 272.000 Euro, die in der Gemeinde am Schwartenberg zur weiteren touristischen Erschließung der Freiberger Straße zugutekommen. Im Pfaffrodaer Ortsteil Dörnthal werden die Entwässerungsanlagen im Oberdorf komplettiert, und im Lengefelder Ortsteil Lippersdorf wird ebenfalls das Oberdorf erschlossen.
Beide Vorhaben zusammengenommen werden rund 269.000 Euro kosten. Die Maßnahme in Lengefeld im Läusebachgebiet fällt mit rund 40.000 Euro kleiner aus. "Ersatz- und Erneuerungsinvestitionen werden zunehmen", sagt Prokurist Böttger. Der Grund dafür liegt im Rückgang von Fördermitteln.
Schon 2011 setzt der AZV rund 192.000 Euro ein, um in den Kläranlagen Olbernhau, Pfaffroda, Wünschendorf, Kalkwerk Lengefeld und Pockau zum Beispiel die Leistung zu erhöhen beziehungsweise Aggregate wegen Verschleißes auszutauschen. Außerdem soll im Verbandsgebiet die Anzahl der abflusslosen Fäkaliengruben verringert werden. "Der Verband wird mehr tilgen als investieren und so weiter Schulden abbauen", schaut Verbandsvorsitzender Steffen Laub voraus.


