Manfred Martin verstaute am Sonntag in seinem neuen Zuhause letzte persönliche Dinge. Der 45-Jährige freut sich über sein Zimmer und fühlt sich bereits sehr wohl.
Foto: Jan Görner
Behinderte richten sich in der neuen Wohnstätte ein
Betreuer des Lebenshilfewerkes Mittleres Erzgebirge gehen den Bewohnerinnen und Bewohnern dabei zur Hand
Marienberg. Marienberg. Das Gröbste ist beim Einzug von Behinderten in die neue barrierefreie Wohnstätte des Lebenshilfewerkes Mittleres Erzgebirge geschafft. Möbel und Umzugskartons wurden am Samstag aus dem ehemaligen Lehrlingswohnheim in Gebirge zum jetzigen Standort an der Johann-Ehrenfried-Wagner-Straße in Marienberg transportiert. "Nun müssen wir uns hier noch einrichten", sagte Betreuerin Monika Teubner. Sie hatte am Sonntag in der Einrichtung Dienst.
Die zahlreichen Umzugskartons mit den persönlichen Sachen der Bewohnerinnen und Bewohner wurden in den beiden Wohnbereichen ausgepackt, die sich in der ersten und zweiten Etage des neu errichteten Gebäudes befinden. Andreas Dost und Peter Neumann, zwei weitere Betreuer im Sonntagsdienst, hantierten mit Bohrmaschinen und anderem Werkzeug, um unter anderem noch diesen oder jenen Schrank zusammenzubauen. Peter Dost: "Jetzt geht es darum, die Zimmer so rasch wie möglich wohnlich zu gestalten."
Im Zimmer von Manfred Martin sah es schon nicht mehr ganz so sehr nach Umzug aus. Die meisten Dinge aus den Kartons waren bereits in Schränken und Schubfächern verstaut. "Mein neues Zuhause gefällt mir", meint der 45-Jährige. Er wird seit etwa 16 Jahren beim Lebenshilfewerk betreut. In der bisherigen Wohnstätte in Gebirge war zum Beispiel die Toilette nur über einen langen Gang zu erreichen. Jetzt gelangt Manfred Martin von seinem Zimmer direkt ins Bad, das er mit seinem Zimmernachbarn teilt. Monika Teubner bestätigt, dass es sich in dem neuen Domizil besser leben und arbeiten lässt: "Alle waren wegen des Umzugs aufgeregt und gespannt und müssen sich nun erst an die andere Umgebung gewöhnen und hier einleben." Für sie habe die bisherige Wohnstätte zwar "einen gewissen Charme" besessen, doch im Vergleich schneide die neue eindeutig besser ab.
Zwei Lkw einer Marienberger Umzugsfirma und insgesamt 6 Mitarbeiter brachten am Samstag mit drei Fuhren das benötigte Möbel in die neue Wohnstätte. Beim Einräumen in die Zimmer und Wirtschaftsräume halfen Betreuer aus der Marienberger Werkstatt des Lebenshilfewerkes und dem Wohnheim in Olbernhau mit. Die Bewohnerinnen und Bewohner verbrachten den Tag derweil in der Wohnstätte Olbernhau beziehungsweise bei ihren Familien.


