Hauptfeldwebel Lars Hensel informierte die Angehörigen der in Afghanistan stationierten Soldaten der Erzgebirgskaserne über die Möglichkeiten, die ihnen die Familienbetreuungsstelle bietet. Hauptfeldwebel Lars Hensel informierte die Angehörigen der in Afghanistan stationierten Soldaten der Erzgebirgskaserne über die Möglichkeiten, die ihnen die Familienbetreuungsstelle bietet.

Foto: Jan Görner

Erste Fotos aus Afghanistan zu sehen

70 Angehörige besuchen Veranstaltung der Familienberatungsstelle in der Erzgebirgskaserne Marienberg

Marienberg. Die ersten Fotos der 42 derzeit in Afghanistan eingesetzten Panzergrenadiere sind bei der Informations- und Betreuungsveranstaltung der Familienberatungsstelle am Samstagvormittag in der Erzgebirgskaserne in Marienberg zu sehen gewesen. "Sie sehen, die Männer sind bei guter Laune - die Unterkünfte sind gut, und das Essen passt", sagte der stellvertretende Bataillonskommandeur, Major Martin Jarczak in seinem kurzen Bericht zur aktuellen Lage.

Längst hatten die Soldaten Kontakt mit ihren Familien zu Hause. Monate lang konnten sie sich auf diese Situation einstellen. "Dennoch sind die Angehörigen zu Hause dankbar für die Informationen, die sie während unserer Veranstaltung erhalten", versicherte Hauptfeldwebel Lars Hensel von der Familienbetreuungsstelle. Diese sieht sich als wichtiger Ansprechpartner für alle Belange und Probleme, die die Belange der Soldaten im Einsatz sowie deren Familien betreffen. Gleichzeitig dient die Familienbetreuungsstelle als Bindeglied vor Ort zwischen den Angehörigen und den Soldaten.

Moderne Medien ermöglichen die problemlose Kommunikation mit den am Hindukusch stationierten Soldaten. Sie sind jedoch längst nicht mehr nur von Vorteil. "Schnell kursieren Fotos oder Nachrichten im Internet, die zu Verunsicherungen und Ängsten bei den Familien führen können", sagte Lars Hensel. Die Beratungsstelle sei auch dazu da, diese auszuräumen. Für viele Beziehungen und Familien sind diese Trennungssituationen mittlerweile Routine. "Andere scheitern daran", weiß Michael Jakisch vom Sozialdienst der Bundeswehr. Dann sind sowohl der Sozialdienst als auch die Familienbetreuungsstelle für die Betroffenen da. Alle vier bis fünf Wochen finden diese Treffen statt. Sie bestehen aus dem reinen Informationsteil und einem kulturellen Teil, der die etwa 70 Teilnehmer am Samstag auf eine Erkundungstour nach Wolkenstein führte.

 
erschienen am 29.01.2012 ( Von Jan Görner )
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