Hangsicherung Matthias Falk (links) und Dominic Heisig bei letzten manuellen Vorbereitungen zur Hangsicherung in Streckewalde.

Foto: Jan Görner

Felshang an Kreisstraße wird auf 250 Metern Länge gesichert

Zwischen Schönbrunn und Streckewalde ist ein Straßenabschnitt gesperrt

Streckewalde. 420.000 Euro kostet die Sicherung eines rund 250 Meter langen Abschnitts entlang der Kreisstraße 8115. Zahlen wird das Geld der Freistaat, denn als 2010 mit den ersten Baumfällungen begonnen wurde, war der Verkehrsweg zwischen Schönbrunn/Scheibe und Streckewalde noch in seiner Obhut. "Wir sind verpflichtet, die Sicherung fortzuführen", sagt Frank Weigel, Leiter der Zweigstelle Bad Schlema des Straßenbauamtes Plauen.

Unterdessen wird an einem Abschnitt der Fels noch von letztem losem Gestein und Bewuchs beräumt, während an einem anderen bereits drei bis fünf Meter lange Felsnägel eingebracht werden. Sie werden mit Verpressmörtel gesichert und sollen später einmal ein Steinschlagschutznetz halten, erläutert Lutz Möckel, Bauleiter für konstruktiven Ingenieurbau beim Straßenbauamt. Auf den Übergang vom Fels zu den Bäumen im oberen Teil werden zudem noch Spezialmatten ausgelegt, sagt Polier Martin Bichler. Dieser Bereich soll zusätzlich mit einem Fangzaun bebaut werden, der Sicherheit vor Bewuchs und Steinen bietet. Die letzten Beräumungsarbeiten am Hang werden manuell vorgenommen. Begonnen wird oben am Hang. Nach und nach seilen sich die Mitarbeiter ab. Diese letzten Arbeiten hätten auch maschinell vorgenommen werden können, meint Möckel. Das hätte nach seinen Worten aber den Nachteil, dass das Gerät recht groß sein muss.

Von der Felswand ging mit der Zeit eine Gefahr für die Straße aus, deshalb wurden die Arbeiten nötig. Wasser sei nach und nach in Klüfte im Fels eingedrungen, und Frost habe dann das Gestein gelockert, sagt der Bauleiter.

Beauftragt ist eine Firma aus dem österreichischen Wörgl. Die Mitarbeiter, die selbst in dem Alpenland leben, arbeiten zehn Tage durch und haben anschließend vier Tage frei. Es sind aber auch Mitarbeiter aus Greiz beschäftigt: Sie arbeiten die Fünf-Tage-Woche im Erzgebirge.

Vergeben wurde der Auftrag nach einem Ausschreibungsverfahren, teilt das Straßenbauamt mit. Dabei würden die geplanten Bauleistungen veröffentlicht, in diesem Fall sei dies im Sächsischen Ausschreibungsblatt geschehen. Jeder Baubetrieb in der Europäischen Union könne die Unterlagen bestellen und ein Angebot abgeben. Bei nachgewiesener Eignung erhalte das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag und werde mit der Bauausführung beauftragt - in diesem Fall also eine Firma aus Österreich.

 
erschienen am 02.08.2011 ( Von Babette Zaumseil )
 
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