Geht es nach einem Beschluss des Heidersdorfer Gemeinderates vom Montagabend, könnte das Ortseingangsschild in absehbarer Zukunft diese Aufschrift tragen.
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Heidersdorfer wollen Ehe mit der Stadt Olbernhau eingehen
Gemeinderat beschließt Austritt aus Verwaltungsgemeinschaft mit Deutschneudorf und Seiffen
Heidersdorf. Die Gemeinde Heidersdorf strebt eine Ehe mit der Stadt Olbernhau an. Das hat der Gemeinderat zur 24. Sitzung am Montagabend beschlossen. Bürgermeister Dieter Lippmann (parteilos) wurde mit dem gefassten Beschluss beauftragt, mit der Nachbarstadt entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Außerdem will Heidersdorf den Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft mit Seiffen und Deutschneudorf beantragen. Das Votum fiel einstimmig aus. Die Reaktionen aus den Rathäusern umliegender Kommunen zum Weg, den die Heidersdorfer einschlagen wollen, spiegelten am Dienstag Zustimmung, aber auch Enttäuschung wider.
Der Beschluss, nach Olbernhau zu gehen, ist laut Dieter Lippmann das Ergebnis von mehreren Diskussionsrunden im Heidersdorfer Gemeinderat. In einer Einheitsgemeinde mit Seiffen und Deutschneudorf aus der bisherigen Verwaltungsgemeinschaft der drei Kommunen heraus sieht er keine Zukunft. "Damit wird die erforderliche Einwohnerzahl nicht erreicht", argumentierte er. "Eine solche Kommune kann nur ganz schwer existieren. Für sie gibt es keine Perspektive, weil womöglich in drei, vier Jahren erneut alles umgekrempelt werden muss." Die Richtlinie der Landesregierung zum freiwilligen Zusammenschluss von Kommunen sieht eine Mindestanzahl von 5000 Einwohnern vor. Heidersdorf, Seiffen und Deutschneudorf zusammengenommen würden zurzeit auf etwa 4300 Einwohner kommen, Tendenz abnehmend.
Von den Mitgliedern des Gemeinderates wird der Beschluss als Willensbekundung gesehen. Denn: Ob Heidersdorf aus der Verwaltungsgemeinschaft herauskommt und damit den Weg nach Olbernhau gehen kann, ist völlig offen. Erst einmal liegen die Hoffnungen von Bürgermeister und Gemeinderat darauf, dass dieser Antrag genehmigt wird. Das sächsische Innenministerium hatte allerdings im Vorfeld des Bürgerentscheides im Spielzeugdorf eine Einheitsgemeinde aus Deutschneudorf, Heidersdorf und Seiffen favorisiert und dafür bereits die Genehmigung in Aussicht gestellt. Weil sich Seiffener Bürger im November mehrheitlich gegen ein Zusammengehen mit Neuhausen und für den Verbleib im Erzgebirgskreis entschieden, beschloss daraufhin der Gemeinderat, wegen der Bildung einer Einheitsgemeinde auf Heidersdorf und Deutschneudorf zuzugehen und Gespräche zu beginnen.
Olbernhaus Bürgermeister Steffen Laub (CDU), er war Gast der Gemeinderatssitzung in Heidersdorf, werte den Beschluss als Vertrauensbeweis. "Wir stehen für Gespräche auf Augenhöhe zur Verfügung", sagte er im Anschluss.


