Eine etwa 90 Zentimeter hohe Betonmauer hat den Felssturz auf der K 8111 zwischen Reifland und Wünschendorf in der Nähe des Bahnhaltepunktes Lengefeld-Wünschendorf aufgehalten.
Foto: Kristian Hahn
Kreisstraße nach Gesteinslawine vorerst gesperrt
Hang an der Kreisstraße von Wünschendorf nach Reifland soll beräumt werden
Wünschendorf/Reifland. Die Kreisstraße 8111 zwischen Wünschendorf und Reifland, von der am Freitagabend eine Gesteinslawine abgegangen war, bleibt im Bereich des Bahnübergangs vorerst für den Verkehr gesperrt. Das hat das Landratsamt des Erzgebirgskreises am Montag nach der Besichtigung des Felsens mit einem Geologen eines Büros für Baugrunduntersuchung festgelegt. Zuvor hatte sich bereits der Lengefelder Bürgermeister Ingolf Wappler den Schaden angesehen.
Etwa acht bis zehn Tonnen Fels waren am Freitag abgebrochen und aus zehn bis 15 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt. "Die zum Teil großen Brocken sind von der Betonwand aufgehalten worden, die dort wegen Schäden des Straßengrabens sowie des Straßenrandbereichs errichtet worden war", schilderte der Gornauer Straßenmeister René Seidel. Das lose Gestein an gefährlichen Stellen und Überhängen soll umgehend beseitigt werden. "Das Landratsamt wird in den kommenden Tagen eine Firma damit beauftragen, damit die Straße so schnell wie möglich für den Verkehr wieder freigegeben werden kann", kündigte Christian Ciupek, Prüfer von Brücken und Stückbauwerken in der Kreisbehörde, an. Aufgrund der Risse im Felsen, dem Tauwetter sowie wieder gefrierender Nässe sei zu befürchten, dass sich weiteres Gestein löse.
Welche Maßnahmen zur Felssicherung in den kommenden Jahren ergriffen werden müssen, möglicherweise das Anbringen von Fangnetzen, ergebe sich erst aus den Untersuchungsergebnissen des Geologen. "Diese Arbeiten zu planen und zu finanzieren, kann sich etwa drei bis vier Jahre hinziehen", sagte Christian Ciupek auf Nachfrage.
Besichtigt wurde noch ein weiterer Felsen in Scharfenstein. Auch an der K 8170 in Richtung Großolbersdorf, unmittelbar in der Ortslage Scharfenstein, sei vor rund einer Woche Fels abgegangen, der jedoch bereits beräumt wurde. Auch in diesem Fall wartet das Landratsamt die in einigen Wochen vorliegenden Untersuchungsergebnisse des Geologen ab, bevor es festlegt, ob und wie dieser Bereich zu sichern ist.

