Marie Bieber, Anne Schalling und Emily Gottschalk (von links) probten am Samstag im Olbernhauer Theater Variabel.  
Marie Bieber, Anne Schalling und Emily Gottschalk (von links) probten am Samstag im Olbernhauer Theater Variabel.

Foto: Jan Görner

Laiendarsteller proben für Theaterwoche

Jury aus Chemnitz will sich Inszenierung des Mozart-Stückes anschauen und bewerten

Olbernhau. Die Theater- und Musicalgruppe des Olbernhauer Gymnasiums hat am Samstag für den Auftritt zur Schultheaterwoche in Chemnitz geprobt. Vier Stunden lang trainierten die Laiendarsteller Texte, Melodien, einzelne Bewegungen auf der Bühne und verschiedene Abfolgen. Die Bewertung des Mozart-Stückes "Amadeus" steht bevor und da soll die Vorstellung perfekt ablaufen.

Die jungen Leute proben seit einem Jahr und sie führten das Stück bereits dreimal im Theater Variabel auf. Dennoch fanden sie immer wieder Ansätze, ihr Spiel zu verbessern. Mittlerweile haben unter anderem Juliane Röber und Rebekka Uhlig ihr Abitur absolviert und ein Studium begonnen. Marie Bieber und Richard Glöckner sind ans Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium gewechselt. Deshalb stehen für die Proben nur die Wochenenden zur Verfügung. "Mir macht das nichts aus, ganz im Gegenteil, das Theater ist mir als Ausgleich zum von Zahlen und Formeln bestimmten Studium sehr wichtig", sagte Rebekka Uhlig. "Wir sind einfach eine lustige Truppe", bestätigte Juliane Röber. Mit 13 Jahren ist Emily Gottschalk die Jüngste im Bunde. "Das lassen mich die anderen nie spüren", versichert sie. "Warum auch", meint Anne Schalling. "Sie macht gut mit, da spielt das Alter keine Rolle."

Einen Text gibt es für Emily Gottschalks Rolle als junger Amadeus nicht. "Man kann auch ohne viele Worte viel sagen, wenn man gut spielen kann", betonte Anne Schalling. Nach der Art und Weise der Arbeit während der Proben gefragt, fallen Begriffe wie chaotisch, konstruktiv, demokratisch und lustig. "Fest steht, dass wir alle unsere Ideen und Vorschläge einbringen und mit Argumenten die übrigen Mitspieler überzeugen können", sagte Juliane Röber. Allerdings setze sich Regisseur Richard Glöckner, wenn es notwendig ist, auch durch. "Ganz klar, die Änderungsvorschläge müssen ins Gesamtkonzept passen", begründete das der Seiffener.

Eigentlich hatte sich die Jury um Heike Vieth vom Chemnitzer Theater für den vergangenen Samstag angekündigt. Da sowohl einige Jurymitglieder als auch mehrere Mitwirkende der Theater- und Musicalgruppe den Termin nicht einhalten konnten, musste die Bewertung des Stückes "Amadeus" verschoben werden. Entstanden ist die Gruppe in der heutigen Besetzung aus Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Olbernhau.

 
erschienen am 22.01.2012 ( Von Jan Görner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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