Sabine Weigel (l.) und Eva-Maria Barthel helfen im Olbernhauer "Warenkorb" beim Austeilen der Lebensmittel an Bedürftige. Foto: Jan Görner
Lebensmittel für Bedürftige reichen in der Regel aus
Diakonie in Marienberg und Kirchliche Erwerbsloseninitiative Zschopau sehen keine unnormalen Engpässe an gespendeten Produkten
Marienberg/ Zschopau. Marienberg/ Zschopau. Die Träger der Lebensmittelausgaben für Bedürftige in Marienberg, Olbernhau und Zschopau sehen keine unnormalen Engpässe bei den an sie gespendeten Waren. Weder die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Zschopau noch das Diakonische Werk im Kirchenbezirk Marienberg bestätigten, dass die Situation so angespannt wie in Stollberg sei. Vor kurzem war bekannt geworden, dass dort die Lebensmittel der Tafeln aufgrund der gestiegenen Zahl Bedürftiger auf der einen und zurückgehender Spenden auf der anderen Seite nicht mehr für alle Kunden ausreichten.
"Jedes Jahr bekommen wir im Winter weniger Lebensmittel gespendet. Das trifft vor allem auf Obst und Gemüse zu. Dieses verdirbt bei den Großhändlern wegen der Kälte nicht so schnell, kann dort länger verkauft werden", sagt Ina Steinert, Leiterin vom "Warenkorb" der Diakonie in Olbernhau und Marienberg. So seien die vorgepackten Kisten nicht so voll wie im Sommer. "Wir wissen nie, ob 60 oder 90 Leute kommen. Weniger sind es bei schlechtem Wetter, Anfang des Monats, wenn noch Geld da ist und im Sommer - vielleicht, weil die Leute dann Arbeit haben oder im Garten anbauen", erklärt Ina Steinert. Bei größerem Andrang als erwartet müssten auch mal Personen mit leerem Beutel wieder gehen. Die Warenkorb-Leiterin bedauert, dass nicht alle Märkte in der Gegend Lebensmittel spenden, verweist aber auf eine gute Zusammenarbeit mit umliegenden Bäckern. Im Schnitt seien es 80 bis 90 Bedürftige in Olbernhau, 85 bis 95 in Marienberg. Die Zahlen steigen, einen generellen Trend zu weniger gespendeten Lebensmitteln sehe sie jedoch nicht.
"Der Kundenstrom ist eher mehr geworden, aber die Lebensmittelmenge, die wir bekommen, ist relativ konstant. Wir mussten bis jetzt niemanden wegschicken", berichtet auch Pfarrer Johannes Roscher, Leiter der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau (KEZ), die den "Brotkorb" in der Stadt betreibt. Die Waren holen ehrenamtliche Helfer bei Discountern, Bäckern und im Gemüsegroßhandel in Chemnitz ab. Zwar komme es vor, dass es nichts gebe beziehungsweise sei nie von allen Warengruppen etwas dabei. Aber aus den vorhandenen Produkten würden immer ordentliche Pakete zusammengestellt, die gut eine Woche hielten. Wöchentlich kämen etwa 150 Kunden.
Service
• "Warenkorb" in Olbernhau (Bürgerzentrum), mittwochs, 14.30 bis 15.30 Uhr
• "Warenkorb" in Marienberg-Gebirge (ehemalige Schule), freitags, 12 bis 14 Uhr, Telefon: 03735 91150.


