Neue Aufgaben für den Eigenbetrieb
Mit veränderten Öffnungszeiten will Marienberger Stadtbibliothek Strukturen straffen und übersichtlicheres Angebot erstellen
Marienberg. Die Marienberger Stadtbibliothek im Bergmagazin ist ab dem neuen Jahr dienstags bis freitags geöffnet. Somit verschiebt sich der Schließtag von Mittwoch auf Montag. "Damit haben wir dann einen einheitlichen Öffnungszeiten-Block", sieht Knut Liebscher zum einen Vorteile für die Nutzer der Bibliothek. Zudem hofft er auf Einsparungen bei den Betriebskosten: "Das wird die Zeit zeigen."
Vorbei sind auch die Sommer- und Winter-Öffnungszeiten beim Pferdegöpel in Lauta. Dort gilt ab 2012: Die Türen sind Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, erläutert der Leiter des Eigenbetriebes der Stadt Marienberg Mab. Außerdem gibt es auch weiterhin Führungen.
Neu sind auch die Öffnungszeiten im Museum im Bergmagazin. Nicht mehr ab 10 Uhr wie bislang, sondern erst ab 13 Uhr können die dortigen Exponate besichtigt werden. "Wir hoffen, dass so ein kontinuierlicher Gästestrom entstehen kann - wenn sich das alles eingebürgert hat. Natürlich bin ich mir im Klaren, dass das seine Zeit dauert", stellt Liebscher fest.
Auswirkungen auf die Mitarbeiter - etwa in Form verkürzter Arbeitszeiten und Geldeinbußen - habe dies alles aber nicht, versichert er. Auf den Eigenbetrieb kommen vielmehr neue Aufgaben zu, ist doch Pobershau seit Beginn des Jahres Teil der Stadt Marienberg. Damit einher geht auch die Eingliederung kultureller Einrichtungen und der dort beschäftigten Mitarbeiter: Böttcherfabrik, Galerie "Die Hütte", Bibliothek (ehrenamtlich geleitet) sowie das Gästebüro.
Insgesamt sind jetzt um die 15 Mitarbeiter in sieben Einrichtungen des Eigenbetriebes beschäftigt. Liebscher meint, dass es einen ruhigen Übergang geben wird: "Wir arbeiten immerhin seit mehr als einem Jahr eng zusammen. Im Laufe der Zeit werden wir sehen, ob Strukturen zu ändern sind."
Für das zurückliegende Jahr zieht Liebscher eine positive Bilanz. So seien die Veranstaltungen in der Stadthalle alle gut bis ausgezeichnet besucht gewesen und gelaufen: "Da ist keine negativ aufgefallen." Deutlich nach oben gegangen seien die Besucherzahlen etwa im Pferdegöpel. Mehr als 8000 Besucher und damit einige Hundert mehr als 2010 suchten die Einrichtung auf. Auch im Museum zog der Besucherstrom an: Mit etwa 4500 kamen 1000 Gäste mehr. Liebscher nennt weitere Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt und das Marktfest, die im Laufe des Jahres über die Bühne gingen und erfolgreich waren. Letzteres Fest, das gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz auf die Beine gestellt wurde, sei der absolute Höhepunkt gewesen, "trotz einiger Wetterkapriolen".
Auch für 2012 hält der Eigenbetrieb der Stadt Marienberg einiges Lohnenswerte für die Besucher bereit. Unter seiner Regie finden etwa im März die "Sächsischen Variationen" mit Tom Pauls statt, außerdem die Stadtkonzerte und der Naturmarkt in Pobershau.
Auch volksmusikalisch wird sich 2012 einiges tun. Die Anfrage eines "Freie Presse"-Lesers, ob es stimmt, dass die Kastelruther Spatzen in der Stadthalle spielen, muss Liebscher allerdings eine Absage erteilen. Dafür kommen die Südtiroler aber zumindest in die Nähe der Bergstadt: Am 26. Januar spielen sie in der Stadthalle in Chemnitz.


